Martin
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Martin Grünewald
Referatsleiter, Chefredakteur und Pressesprecher
Kolping Verlag GmbH
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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Auf dieser Seite stellen wir Dir eine Sammlung häufig gestellter Fragen (frequently asked questions) samt Antworten zur Verfügung. Die Sammlung wird laufend aktualisiert. Wenn Du selbst Fragen hast, die Deiner Meinung nach ebenfalls häufiger gestellt werden, scheue Dich nicht uns zu kontaktieren. Eine E-Mail schreibst Du dafür am Besten an die Onlineredaktion.


Kolpingsfamilie

Antwort:

"Kolpingfamilie" oder "Kolpingsfamilie", das ist hier die Frage – und ist doch keine: Denn das "s" ist keineswegs ein sogenanntes Fugen-s, das das Wort lediglich vermeintlich wohlklingender macht. Vielmehr drückt es den Genetiv und damit die starke Verbindung der beiden Wortteile zueinander aus. Kolpingsfamilie – das ist die Familie Kolpings. Der Name ist Programm und macht auch nach außen hin deutlich, dass wir uns auf Leben und Wirken unseres Verbandsgründers Adolph Kolping berufen. Wie aber kam es zur "Kolpingfamilie"? Vermutlich über regionale Sprechgewohnheit, Unbekümmertheit, Gewöhnung etc. Mit dem gerade genannten Wissen sollte es aber nicht schwer fallen, sich wieder auf die korrekte und Urfassung "Kolpingsfamilie" zu besinnen, die natürlich in Satzung und Leitbild und sogar im Duden steht und tatsächlich auch vom Großteil der Kolpingsfamilien verwendet wird.

Antwort:

Das Kolpingwerk versteht sich als ein Verband von engagierten Christen und als Teil der katholischen Kirche. In den Kolpingsfamilien sowie auf überörtlicher Ebene tragen alle Mitglieder in den Vorständen gemeinsam Verantwortung für den pastoralen Dienst. Der jeweilige Präses und/oder die geistliche Leiterin/der geistliche Leiter haben dabei die Federführung. Das Amt des Präses gehört seit Adolph Kolping zur Struktur des Kolpingwerkes. Es ist grundsätzlich an das Weiheamt in der Kirche gebunden. Damit können nur Priester und Diakone in unserem Verband Präses sein. Dennoch sind sie nicht allein verantwortlich, sondern vielmehr binden sie die, die in der Kolpingsfamilie dazu befähigt sind, in die Verantwortung für den pastoralen Dienst mit ein. Eine erfreuliche Entwicklung nimmt die Übernahme der Verantwortung für den pastoralen Dienst durch Laien, Frauen wie Männer in unserem Verband. Bewusst hat die Bundesversammlung 2012 in Fulda beschlossen, die Laien im pastoralen Dienst auf allen verbandlichen Ebenen als geistliche Leiterin/geistlicher Leiter zu bezeichnen, um der Bedeutung dieser wichtigen Aufgaben ein besonderes Gewicht zu verleihen.

Antwort:

In der Satzung der Kolpingsfamilie heißt es unter Paragraph 9 Absatz 2 b bzw.c: "Dem Vorstand gehören der Präses und/oder der/die Geistliche Leiter/in der Kolpingsfamilie an." Dass, wie der Präses, auch ein Laie in die Verantwortung für den pastoralen Dienst gewählt werden kann, ist im Zweiten Vatikanischen Konzil begründet. In der Pastoralkonstitution über die Kirche "Lumen Gentium" heißt es: "Wenn auch einige nach Gottes Willen als Lehrer, Ausspender der Geheimnisse und Hirten für die anderen bestellt sind, so waltet doch unter allen eine wahre Gleichheit in der allen Gläubigen gemeinsamen Würde und Tätigkeit zum Aufbau des Leibes Christi." In immer mehr Kolpingsfamilien übernehmen Laien – Frauen wie Männer – den pastoralen Dienst nicht nur auf Grund des Priestermangels oder wegen der Überlastung der Priester und Diakone, sondern auch und gerade wegen der oben beschriebenen Berufung aller Getauften und Gefirmten zur Mitverantwortung in der Kirche. Falsch wäre es, hieraus eine Konkurrenz gegenüber dem Präses zu konstruieren. Im Vordergrund muss immer die Sicherstellung der geistigen Ausrichtung der Kolpingsfamilie auf Basis der Botschaft Jesu Christi und der Katholischen Soziallehre und christlichen Gesellschaftslehre stehen. In Zeiten der Strukturveränderung in unseren Bistümern steht jede einzelne Kolpingsfamilie hier vor der großen Aufgabe, den pastoralen Dienst in ihren Reihen sicherzustellen.
Nähere Informationen dazu im Werkblatt 7

Antwort:

Das ist eine oftmals von Mitgliedern in den Jahreshauptversammlungen der Kolpingsfamilien gestellte Frage. Wie viele Beiträge erhält das Kolpingwerk Deutschland? Wie entwickelt sich der Kapitalstock der Zustiftungsbeträge bei der Gemeinschaftsstiftung Kolpingwerk Deutschland? Was bekommt das Kolpingwerk Deutschland an öffentlichen und kirchlichen Zuschüssen? Was wird wofür ausgegeben? Wie hoch sind die Personalkosten? In den vergangenen Jahren haben wir kontinuierlich im Kolpingmagazin über die Verwendung der Mitgliedsbeiträge berichtet. Auch zukünftig wird es dazu eine Berichterstattung im Kolpingmagazin geben. Im Rahmen der Bundesversammlung vom 21. bis 23. Oktober 2016 in Köln ist ein umfassender „Bericht über wirtschaftliche Entwicklung für die Jahre 2012 bis 2015“ zur Beratung gekommen, in dem auf die vielfach gestellten Fragen Antworten gegeben wurden. Wer sich informieren möchte, kann diesen Bericht im Sekretariat der Verbandsleitung anfordern.

Antwort:

Die Frage lautet oft: "Ich habe gehört, dass ich meinen Beitrag als Mitglied nicht nur monatlich oder jährlich zahlen kann, sondern auf einmal. Das ist steuerlich für viele interessant. Bekommt meine Kolpingsfamilie dann auch weiterhin Geld?" Mittlerweile gibt es bereits mehr als 390 Kolpingmitglieder, die mit einer Zustiftung an die Gemeinschaftsstiftung Kolpingwerk Deutschland für die Dauer ihrer Mitgliedschaft beitragsfrei gestellt sind. Das kann mit einer Zustiftung in Höhe von 1.500 Euro (Ehepaare 2.250 Euro) erreicht werden. Aus den Erträgen erhält die Kolpingsfamilie als Ersatz für den Mitgliedsbeitrag jährlich einen Zuschuss aus der Stiftung in Höhe von 15 Euro (bzw. 22,50 Euro bei Ehepaaren). Zwischenzeitlich gibt es auch nicht wenige Mitglieder, die diese Möglichkeit für ihre Kinder, Enkel oder guten Freunde nutzen. Auch diese Variante kann steuerlich geltend gemacht werden. Bei weiteren Fragen dazu hilft auch der Mitgliederservice weiter.

Antwort:

In der Mitgliederdatenbank des Kolpingwerkes Deutschland in Köln sind alle 240.000 Mitglieder mit Namen, Adresse und weiteren Merkmalen gespeichert, auch die Ehemaligen. Jede Kolpingsfamilie kann auf alle Daten ihrer Mitglieder, die in der Datenbank des Bundesverbandes gespeichert sind, zugreifen und für die eigene Arbeit nutzen. Kolpingsfamilien, die in diesem System noch nicht registriert sind, können jederzeit die Einrichtung eines solchen Zugangs beantragen. Dazu senden Interessierte eine E-Mail an mitglied[at]kolping.de. Anschließend erhält diese Kolpingsfamilie zwei Datenschutzerklärungen, die jeweils im Original nach Köln gesandt werden müssen. In einer Erklärung teilt die Kolpingsfamilie mit, welche Personen den Zugriff auf Mitgliederdaten erhalten sollen. In der zweiten Erklärung bestätigt der Anwender/Nutzer, dass er sich an die Vorschriften des Datenschutzgesetzes hält.

Sobald beide Erklärungen im Original in Köln vorliegen, wird der Zugang eingerichtet. Die Zugangsdaten werden an die Anwender/Nutzer versandt. Jeder Anwender kann sich nun über einen Internet-Browser einloggen und befindet sich dann im ­Original-Datensatz. Nun können zahlreiche Änderungen vorgenommen werden: Adressänderungen oder Austritt können eingetragen und E-Mail-Adressen hinzugefügt werden. Dieser Zugang bietet eine Arbeitserleichterung und – durch den Wegfall von Telefonaten und postalischen Zusendungen – auch eine Kosten­ersparnis. Ausgenommen sind lediglich beitragsrelevante Änderungen. Aber auch in solchen Fällen vereinfacht die neue Software mit der Bezeichnung eVewa3 die Bearbeitung: Dann erzeugt die Software eine Änderungsmeldung, die automatisch nach Köln gesendet und dort freigegeben wird.

Bereits seit 2009 bietet die Mitgliederverwaltung des Kolpingwerkes Deutschland den Kolpingsfamilien die Möglichkeit, auf ihre Datenbestände zuzugreifen und zum Beispiel eine Mitgliederliste herunterzuladen.

Derzeit nutzen 1.563 Mitglieder in 1.108 Kolpingsfamilien dieses Angebot. Es können zum Beispiel Mitglieder-, Jubiläums- und Geburtstagslisten erstellt werden.

Die neue Software eVewa3 wurde im März 2017 um ein Abrechnungstool erweitert, das den Kolpingsfamilien erlaubt, weitere Vorteile zu nutzen. Dazu gehört zum Beispiel die Versendung von Serienbriefen. Ab März ist es möglich, Serienbriefe – zum Beispiel an alle Mitglieder – in eVewa3 zu hinterlegen und mit den Adressen so zu verknüpfen, dass ein sofortiger Ausdruck als Serienbrief möglich ist.

Das hat mehrere Vorteile. Bisher haben Kolpingsfamilien vielfach eine eigene Mitgliederliste erstellt, die auf dem heimischen Computer – oft bei mehreren Vorstandsmitgliedern – abgelegt war und an mehreren Orten gepflegt werden musste. Das kann nun an einem Ort zentralisiert werden. Jetzt können die Mitgliedsdaten stets aktuell – zum Beispiel als Excel-Datei – heruntergeladen und Serienbriefe mit stets aktuellen Anschriften unmittelbar ausgedruckt werden.

Es gibt aber noch mehr Vorteile. Zukünftig können die örtlichen Kassierer in der Software eVewa3 des Bundesverbandes die Bankdaten ihrer Mitglieder eingeben und speichern. Dann können sie die Beiträge ihrer Mitglieder im Lastschriftverfahren direkt einziehen. Das Programm errechnet automatisch die Höhe des jeweils gültigen Beitrages gemäß Beitragsordnung und berücksichtigt dabei den Ortsbeitrag der örtlichen Kolpingsfamilie.

EVewa3 stellt dann den gesammelten Datensatz zum Herunterladen zur Verfügung. Mit einer einzigen Datei zur Weiterleitung an ihre zuständige Bank kann die Kolpingsfamilie alle Lastschriften ihrer Beitragszahler einziehen. Ein solches Verfahren ist in der Regel bei den Banken bekannt und beliebt, da es für alle Beteiligten den Aufwand verringert.

Die Eingabe der Bankdaten durch die Kassierer oder sonstigen Beauftragten der Kolpingsfamilie kann sofort beginnen. Der automatisierte Beitragseinzug für die Mitgliedsbeiträge der örtlichen Kolpingmitglieder steht nach Abschluss des Testverfahrens voraussichtlich ab März zur Verfügung. Von der Erstellung der Abrechnung, über den Einzug mittels SEPA-Lastschriftmandat und die Buchung des Zahlungseingangs wurde alles berücksichtigt.

Für weitere Informationen wendet Euch an den Mitgliederservice.

Antwort:

Alle Gliederungen des Verbandes sollen die Möglichkeit haben, sich im Internet wiederzufinden. Dafür gibt es die Microsites – zunächst eine Übersichtsseite mit einem Standardtext. Diese Seiten werden vom Kolpingwerk Deutschland kostenlos zur Verfügung gestellt. Es besteht nach Bestellung der Seite die Möglichkeit, sie mit Hilfe eines Content Management Systems zu gestalten. Sollte die Gliederung, also zum Beispiel die Kolpingsfamilie, schon eine eigene Website besitzen, kann auf diese externe Seite einfach verlinkt werden. Zum Bestellen der Microsite schicke bitte eine E-Mail an support.internet[at]kolping.de. Die Seite wird dann im System angelegt, anschließend erhältst Du die Zugangserkennung und ein Passwort. Auf der Administrationsseite wählt man sich damit ein und kann die Seite dann entsprechend bearbeiten. Für diese Bearbeitung gibt es auch ein Handbuch, das die einzelnen Schritte ausführlich erläutert. Das Handbuch findest Du auch hier im Download-Bereich, Titel "Workflow Microsites".


Kolpingwerk

Antwort:

Mehr als 245.000 Mitglieder gehören dem Kolpingwerk Deutschland an; davon etwa 40.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Bereich der Kolpingjugend.

Vor Ort sind die Mitglieder des Kolpingwerkes Deutschland in 2.500 Kolpingsfamilien organisiert; diese bilden im Bereich eines Bistums jeweils den Diözesanverband.

Etwa 25.000 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in den Vorständen von Kolpingsfamilien sowie auf den überörtlichen Ebenen; davon mehr als 5.000 junge Menschen in Leitungsfunktionen der Kolpingjugend.

38 Mitglieder gehören dem Deutschen Bundestag an. Damit verfügt Kolping dort über„Fraktionsstärke‘‘.

Einige Tausend Frauen und Männer, engagieren sich als Kolpingmitglieder in den Vollversammlungen der Handwerkskammern, als Betriebsratsmitglieder in der Selbstverwaltung der Krankenkassen, der Renten- und Unfallversicherung sowie in Gewerkschaften und Parteien.

Mehr als 200 Mitglieder des Kolpingwerkes Deutschland sind, bis hin zu den obersten Bundesgerichten, als Arbeits- und Sozialrichter tätig.

Rund 400 junge Menschen beteiligen sich in jedem Jahr an Workcamps und Freiwilligendiensten der Kolping Jugendgemeinschaftsdienste in aller Welt.

Jedes Jahr nehmen etwa 19.000 junge Menschen Angebote im Bereich der Berufsvorbereitung und Berufsausbildung wahr. Kolping gehört zu den größten freien Trägern in der beruflichen Bildung.

22 Kolping-Bildungsunternehmen in der Bundesrepublik Deutschland unterhalten regional 150 Einrichtungen zur beruflichen Bildung sowie zur Jugend-und Erwachsenenbildung. Mehr als 4.600 Mitarbeiter sind in diesen beschäftigt.

Mit einer Auflage von 182.000 Exemplaren erscheint die Verbandszeitschrift „Kolpingmagazin".

14.000 Führungskräfte des Kolpingwerkes Deutschland erhalten vier Mal im Jahr die Führungszeitschrift „Idee und Tat‘‘.

Mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher nutzen jährlich das Internetangebot des Kolpingwerkes Deutschland www.kolping.de. Sie rufen bei Ihren Besuchen mehr als 1,2 Millionen Seiten auf.

230 Kolpinghäuser, (Jugendwohnheime, Hotels, Vereinshäuser) stehen allen Menschen offen. Ein Schwerpunkt ist das Kolping Jugendwohnen, vor allem für Auszubildende, die aufgrund ihrer Ausbildung in eine fremde Stadt ziehen. Kolping ist der größte Träger von Jugendwohnen in Deutschland.

Etwa 30.000 Feriengäste erleben jährlich in den neun Kolping Familienferienanlagen einen familiengerechten Urlaub. Kolping ist der größte katholische Anbieter von gemeinnütziger Familienerholung in Deutschland.

Rund 1.000 Straßen und Plätze in Deutschland sind nach dem seligen Adolph Kolping benannt.

Das Kolpingwerk Deutschland ist Teil des Internationalen Kolpingwerkes, das in 61 Ländern mit mehr als 7.300 Kolpingsfamilien und über 400.000 Mitgliedern engagiert ist.

Mit Spenden von rund 2,1 Millionen Euro unterstützen die Mitglieder Projekte desInternationalen Kolpingwerkes im Rahmen der internationalen Partnerschaftsarbeit.

Stand 17.9.2015

Antwort:

Im Auftrag des Kolpingwerkes Deutschland wurde durch das Institut insa consulere mit Sitz in Erfurt eine bundesweite, repräsentative Studie zum Image und Bekanntheitsgrad des Kolpingwerkes erstellt. Einige zentrale Ergebnisse bzw. Feststellungen sind: Den Namen „Kolping“ haben Zweidrittel der Menschen schon gehört; 80 Prozent von ihnen können jedoch nicht näher sagen, was sie mit diesem Namen verbinden. In der Gruppe der über 50-Jährigen haben doppelt so viele Menschen etwas von Kolping gehört wie in der Gruppe der unter 30-Jährigen. Nur 10 Prozent der Menschen, die überhaupt einen Sozialverband nennen können, nennen auch das Kolpingwerk. Konfessionell gebundene Menschen sind stärker ehrenamtlich engagiert als konfessionslose Menschen.

Antwort:

Das Kolpingwerk Deutschland wirkt in verschiedenen außerverbandlichen Organisationen und Gremien mit.

Antwort:

Die altehrwürdige Minoritenkirche liegt im Herzen Kölns und ist der Unbefleckten Empfängnis Mariens geweiht. In ihr ist der Heilige Duns Scotus (gestorben 1308), ein großer Theologe des Mittelalters begraben. Die Seelsorge lag von jeher in der Hand der Minoriten. Im Zuge der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts mussten diese ihr Kloster verlassen. Danach wurde die Kirche abwechselnd als Lagerhalle, Pferdestall oder Heuboden genutzt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts bildete sich aus der Kölner Bürgerschaft heraus ein Verein mit dem Ziel, die Minoritenkirche wiederherzustellen. Ungefähr zu dieser Zeit kommt Adolph Kolping mit ins Spiel, und somit beginnt auch die Bedeutung der Minoritenkirche für das Kolpingwerk.

Am 13. April 1845 wurde Adolph Kolping in der Minoritenkirche zum Priester geweiht. Und nachdem die Kirche äußerlich wieder im alten Glanz erstrahlte, erfüllte Kolping sie auch von innen wieder mit geistlichem Leben. Er wurde nicht müde, sich der wandernden Gesellen anzunehmen. Wie kaum ein anderer seiner Zeitgenossen erkannte er die Bindung zwischen Kirche und sozialer Frage. Nach seinem Tod wurde Adolph Kolping in der Minoritenkirche begraben; schon bald kamen immer wieder wandernde Gesellen an sein Grab, erst recht seit seiner Seligsprechung im Jahre 1991.

Antwort:

Zu den Besonderheiten des Kolpingwerkes gehört der Gruß "Treu Kolping". Wir verwenden ihn gerne beim Kommen und Gehen, am Ende einer Veranstaltung, als Abschluss einer Rede oder eines Briefes. Er geht auf eine Entscheidung der Generalversammlung der Katholischen Gesellenvereine im Jahr 1930 zurück. Einer der Anträge hatte den Wortlaut: "Neben dem altehrwürdigen Gruß 'Gott segne das ehrbare Handwerk - Gott segne es!' wird als kurzer präziser Gruß für den Straßengebrauch der Gruß 'Treu Kolping! - Kolping Treu!' eingeführt." Inzwischen ist es längst mehr als ein "kurzer präziser Straßengruß". Die beiden Worte sind ein Bekenntnis zu Adolph Kolping und seinem Werk. In seinem Sinne wollen wir - entsprechend unserem Leitbild - Bewusstsein für verantwortliches Leben und solidarisches Handeln fördern. "Treu Kolping" verpflichtet uns zu einem Leben und Handeln im Geist und in der Gesinnung des seligen Adolph Kolping. "Treu Kolping" meint: Wir stehen zu Adolph Kolping. Wir stehen zum Kolpingwerk. Wir stehen zueinander.

Antwort:

"Wir sind bei Kolping, sag Du!", so heißt es. Vielen mag heute dieses "Du" vielleicht fremd vorkommen. Ist es aber nicht auch heute noch ein schönes Zeichen dafür, wie vertraut wir in unseren Kolpingsfamilien, in unserem Verband miteinander umgehen? Steht dieses "Du" nicht in einer engen Beziehung zu dem, was wir unserem Leitbild als familienhafte Gemeinschaft bezeichnen? Bewusst sprechen wir uns in unserem Verband als Kolpingschwestern und Kolpingbrüder an. Beim Singen des Kolpingliedes reichen wir uns gegenseitig die Hand. Und dazu gehört auch dieses "Du". Es ist kein Relikt aus alter Zeit, sondern es ist ein gutes Stück gelebte Tradition in unserem Verband, auf das wir nicht verzichten sollten.

Antwort:

Ja, wir sind ein katholischer Verband mit ökumenischer Offenheit. Das Kolpingwerk Deutschland präsentiert sich beim diesjährigen Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Damit setzen wir unter anderem ein Zeichen für das ökumenische Engagement unseres Verbandes. Gerade auch vor Ort in unseren Kolpingsfamilien wird in vielfältiger Weise Ökumene gelebt. Mit den Begriffen Mut, Begeisterung, Verantwortung, Freude, Gottvertrauen und Tatkraft, die Elemente unserer bundesweiten Imagekampagne „Wir sind Kolping“ sind, wollen wir nach außen zeigen, was unseren Verband und seine Arbeit ausmacht. Die Begriffe sind angelehnt an das Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland. Dort heißt es: „Christen aller Konfessionen sind zur Mitarbeit bei uns eingeladen. Wir unterstützen und fördern alle Bemühungen zur Wiedererlangung der vollen kirchlichen Einheit in versöhnter Verschiedenheit.“ Dies hat seit über 160 Jahren Tradition in unserem Verband und ist schon bei Adolph Kolping selbstverständlich gewesen. Heute gibt es im Kolpingwerk Deutschland rund 9.300 evangelische Christen als Mitglieder in Kolpingsfamilien. 1.200 evangelische Mitglieder engagieren sich in den Vorständen von Kolpingsfamilien.

Antwort:

Anfang Dezember feiern viele Kolpingsfamilien traditionell den Kolping-Gedenktag. Erstmals wurde dieser am 3. Dezember 1933 in der „Deutschen Kolpingsfamilie“ – dem heutigen Kolpingwerk Deutschland – begangen. An diesem Tag erfolgte zugleich die feierliche Überreichung der Stammkarten an alle Mitglieder. Verbunden damit war die Errichtung des Stammbuches – der heutigen zentralen Mitgliederkartei – bei der damaligen Reichsführung der Deutschen Kolpingsfamilie. Besonderer Wert wurde seitens der Verbandsleitung darauf gelegt, dass die Person Adolph Kolping, sein Wirken und Wollen in den Vordergrund dieser Feier gestellt und damit den Mitgliedern nahe gebracht wird. Feste und Feiern sind feste Bestandteile im Gemeinschaftsleben der Kolpingsfamilie. Sie bieten dem Einzelnen Kommunikations- und Kontaktmöglichkeiten, Begegnung und Unterhaltung. Es ist auch heute noch gut, in unseren Kolpingsfamilien den Kolping-Gedenktag zu feiern, ihn zu einem Höhepunkt in unserem verbandlichen Leben werden zu lassen. Lassen wir diesen Tag wirklich zu einem Fest werden, indem neben dem persönlichen Gespräch und der Begegnung vor allem auch auf die Person Adolph Kolping geschaut wird. Wenn wir vermeiden wollen, dass der Kolping-Gedenktag eine „Allerweltsveranstaltung“ wird, sollten wir versuchen, eine Beziehung zu unserer verbandlichen Bildungsarbeit, unseren Aktionen und Initiativen herzustellen, vielleicht auch etwas Neues zu wagen. Wie wäre es zum Beispiel damit, im Rahmen des Kolping-Gedenktages unsere Verantwortung für die Eine Welt zu thematisieren und dazu ein „faires Frühstück“ auszurichten?

Antwort:

Im Jahre 2006 wurden zum ersten Mal die „Kölner Gespräche“ durchgeführt. Sie sind eine noch junge Veranstaltungsform des Kolpingwerkes Deutschland. Mit ihr greifen wir Themen auf, die in den Kontext unserer Arbeit als katholischer Sozialverband gehören. Gesellschafts- und kirchenpolitische Fragestellungen werden thematisiert und diskutiert. So bringen wir einen intensiven und öffentlichen Diskurs über relevante Positionen unseres Verbandes in Gang. Die „Kölner Gespräche“ fokussieren inner- und außerverbandliche Fragen und Themen und verdeutlichen so das gesellschaftspolitische Profil des Kolpingwerkes Deutschland. Jeweils zu Beginn eines Jahres sind sie wie eine aktuelle Zeitansage. Bekannte und fachkompetente Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft, Kirche, Kultur und Wirtschaft werden als Referenten gewonnen. Zu den „Kölner Gesprächen“ werden u.a. Leitungsverantwortliche und Multiplikatoren des Kolpingwerkes auf Bundes- und Diözesanebene, Repräsentanten anderer katholischer Verbände und Organisationen sowie des gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens eingeladen. 

Antwort:

Im Leitbild unseres Verbandes finden sich in Ziffer 14 folgende Aussagen: „Die verbandlichen Ebenen und Einrichtungen sind unter der Kurzbezeichnung KOLPING bekannt. KOLPING ist Ausdruck der gemeinsamen Idee und des gemeinsamen Handelns und Auftretens in der Öffentlichkeit.“ Das Logo – das schwarz/orange K-Zeichen – und die Wort-Bild-Marke, in der das K-Zeichen um den Schriftzug KOLPING ergänzt ist, beides sind sichtbare Zeichen für unser verbandliches Handeln in Gesellschaft und Kirche. Es geht also um ein gemeinsames und einheitliches Auftreten in der Öffentlichkeit. Im Fachausdruck sprechen wir von Corporate Design. Das Corporate Design setzt sich aus unterschiedlichen Elementen zusammen. Hierzu zählen u. a. ein aussagekräftiges und passendes Logo mit hohem Wiedererkennungswert, sowie andere Gestaltungselemente. Idealerweise werden alle Gestaltungsrichtlinien in einem Handbuch festgehalten, das als Richtlinie zur Umsetzung des Corporate Designs dient. Für das Kolpingwerk Deutschland gilt es, eine solche CD-Richtlinie zu erstellen. Dafür hat der Bundeshauptausschuss 2015 eine entsprechende Arbeitsgruppe eingesetzt, die derzeit eine CD-Richtlinie für das Kolpingwerk Deutschland und seine Gliederungen sowie für die verbandlichen Einrichtungen und Unternehmen erarbeitet.

Antwort:

Schon tausendmal gesehen, aber selten betrachtet: die Spitze des Kolping-Banners. Entdeckenswert! Denn diese Spitze transportiert eine Botschaft. Zirkel und Hammer sind dargestellt – als Zeichen für das Handwerk. In einem Kreis stehend, lassen diese Symbole die Umrisse eines Menschen erahnen. Und eines Hauses. Über all dem steht das Kreuz – kompakt, aber nicht erdrückend – das Zeichen für den Glauben. Die vielfältigen Seiten des Lebens des Menschen – durch die Handwerkssymbole ausgedrückt – verbinden sich mit den vielfältigen Seiten des Glaubens – durch das Kreuz ausgedrückt. Leben und Glauben als eine Einheit. Der Kreis unterstreicht dies. Adolph Kolping sagt: „Auf dem Glauben ruht das Leben.“ Und mit Blick auf die Bannerspitze könnte man ergänzen: Das Leben trägt den Glauben. Wenn wir so in die Welt und in den Glauben schauen, ist das wirklich eine Spitzenaussicht.

Antwort:

Die Adolph-Kolping-Plakette ist die höchste Auszeichnung des Kolpingwerkes Deutschland und wird maximal einmal im Jahr verliehen. Erst im Jahre 2008 wurde diese besondere Form der Ehrung durch die Bundesversammlung in Essen beschlossen. Die Plakette wird nicht an Mitglieder des Kolpingwerkes Deutschland verliehen, sondern vielmehr an Einrichtungen des Verbandes sowie Personen, Organisationen und Institutionen aus Gesellschaft und Kirche. Gewürdigt werden damit besondere und herausragende Verdienste, ein besonderes Wirken im Sinne Adolph Kolpings und des Kolpingwerkes im gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich, eine fördernde und freundschaftliche Verbundenheit zum Kolpingwerk Deutschland.

Antwort:

Anders als bei der Adolph-Kolping-Plakette des Kolpingwerkes Deutschland wird das goldene Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Deutschland nur an Mitglieder des Verbandes für besondere Verdienste auf Bundesebene bzw. für herausragende Verdienste auf Diözesan-und Landesebene/Regionen im Kolpingwerk Deutschland verliehen. Solche Verdienste können u. a. sein: eine langjährige und herausragende Mitarbeit in den Organen, Gremien und Einrichtungen auf Bundesebene, oder ein besonderes Engagement ganz im Sinne Adolph Kolpings entsprechend dem Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland in außerverbandlichen Gremien, Organisationen und Institutionen sowie eine langjährige und herausragende Mitarbeit auf überörtlicher Ebene mit starker Ausstrahlung auf Bundesebene. Das Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Deutschland in der heutigen Form wurde erstmals 1981 verliehen. Aktuell tragen über 150 Kolpingschwestern und Kolpingbrüder das Ehrenzeichen.

Antwort:

"Er gründet den Gesell’nverein – Vater Kolping lebe hoch!“ singen wir in unserem Kolpinglied, aber hat Adolph Kolping den Gesellenverein wirklich gegründet? Nein, denn der erste katholische Gesellenverein wurde am 6. November 1846 auf Initiative des damals 26-jährigen Elberfelder Lehrers Johann-Gregor Breuer als „Junggesellenverein" gegründet. Kolping wurde 1847 dessen Präses und erkannte schnell die Chancen, die dieser neue Verein bot, wenn man auch anderenorts gleichermaßen Gesellenvereine gründete und diese zu einem Verband zusammenschloss. So ließ er sich 1849 nach Köln versetzen, um aus der Metropole heraus zunächst im Rheinland, später im gesamten deutschsprachigen Raum Gesellenvereine zu gründen. Am 20. Oktober 1850 schließen sich die ersten drei Gesellenvereine zum Rheinischen Gesellenbund zusammen – die Geburtsstunde unseres Verbandes, dem heutigen Kolpingwerk.

Antwort:

Vor 25 Jahren wurde Adolph Kolping in Rom seliggesprochen. Papst Johannes Paul II. sagte am 15.11.1980 in der Minoritenkirche zu Köln: „Solche Leitbilder wie Adolph Kolping brauchen wir für die Kirche von heute.“ Beim Blick auf Adolph Kolping erkenne ich:

  • seine persönliche und innige Beziehung zu Jesus Christus,
  • seinen tiefen Glauben und sein unerschütterliches Gottvertrauen,
  • seine Liebe zur Kirche mit allen Herausforderungen,
  • sein leidenschaftliches Engagement für Menschen in Not,
  • seinen einfühlsamen und verständnisvollen Umgang mit Menschen,
  • seine besondere Wertschätzung der christlichen Familie,
  • seinen persönlichen Einsatz für Menschen in der Arbeitswelt,
  • sein sozial- und gesellschaftspolitisches Engagement.

Adolph Kolping ist ein Vorbild, ein Mensch, der begeistert. Durch seine überzeugende Persönlichkeit gewann er Menschen für seine Ideen. Sich mit dem Priester und Sozialreformer, Pädagogen und Publizisten, dem seligen Adolph Kolping immer wieder vertraut zu machen, ihn stets neu zu entdecken, ist eine bleibende Aufgabe für jedes Mitglied unseres Verbandes! In vielem, was unseren Glauben und unser Leben als Christen angeht, kann und will er unser Vorbild sein. Das 25-jährige Jubiläum seiner Seligsprechung ist eine Kraftquelle für unser Tun.

Antwort:

Paul Hoffacker aus Essen war von 1972 bis 1986 Vorsitzender des Kolpingwerkes Deutscher Zentralverband – des heutigen Kolpingwerkes Deutschland. 1986 wählte die Zentralversammlung in Mainz den aus Velbert stammenden Heinz Schemken zu seinem Nachfolger. Seit 2004 steht Thomas Dörflinger aus Waldshut-Tiengen als Bundesvorsitzender unserem Verband vor. Alle Bundesvorsitzenden unseres Verbandes gehörten bzw. gehören als Abgeordnete dem Deutschen Bundestag an. Einer inzwischen langjährigen Tradition folgend, lädt der Bundesvorsitzende einmal im Monat – soweit möglich – die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die ebenfalls dem Kolpingwerk Deutschland angehören, zur sogenannten MdB-Runde ein. Früher in Bonn und seit 1999 in Berlin. Im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks werden u. a. gesellschafts-und sozialpolitische Fragestellungen erörtert, über verbandliche Entwicklungen informiert. Als Gesprächspartner nimmt entweder ein Mitglied des Bundesvorstandes oder ein Fachreferent des Bundessekretariates teil. Die MdB-Runden sind ein wichtiges Instrument des Austausches und der Meinungsbildung. Sie bieten zugleich auch stets eine gute Gelegenheit, verbandliche Positionen darzustellen.


Jugend

Antwort:

Bereits seit einigen Jahren ist die jugendpolitische Praxiswoche im Bundestag ein fester Bestandteil im Jahreskalender der Kolpingjugend. Während der Praxiswoche erhalten ca. 15 junge Erwachsene die Möglichkeit, eine Woche lang eine Abgeordnete oder einen Abgeordneten des Deutschen Bundestages hautnah im Parlamentsalltag zu begleiten. Trotz des engen Terminkalenders und der vielen Eindrücke zeigen sich die Teilnehmenden immer wieder sehr beeindruckt vom Arbeitsalltag und dem Beschäftigungsumfang der Mitglieder des Bundestages. Abgerundet wird die Praxiswoche durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, bestehend aus Besuchen von Bundesministerien, einer politischen Talkshow, einer Stadt- und einer Reichstagsführung, einer MdB-Runde – Mitglieder, die dem Kolpingwerk Deutschland angehören – und dem Besuch eines parlamentarischen Abends. Um die Teilnehmenden mit ihren Eindrücken nicht alleine zu lassen, haben Vorbereitung, Reflexion und Nachbereitung der Erlebnisse ebenso ihren festen Platz im Tagesprogramm. Die Praxiswoche bietet dem Verband eine besondere Chance, jungen Menschen einen hautnahen Einblick in politische Zusammenhänge zu ermöglichen. Nähere Informationen hier.

Antwort:

Kolping Jugendwohnen ist ein Angebot für junge Menschen, die ihre Ausbildung oder Teile davon an einem anderen Ort absolvieren. Es verbindet Wohnen, Leben und Gleichaltrige kennenlernen. Jugendwohnen ermöglicht es so jungen Menschen, mobil zu sein und einen weiter entfernten Ausbildungsplatz anzunehmen. Dabei bietet das Jugendwohnen Hilfen bei allen Problemen des Alltags, kurz es bietet auswärts ein Zuhause. Die pädagogischen Mitarbeiter sind Ansprechpartner bei Problemen, Sorgen oder um Freude zu teilen. Wichtige Bestandteile im Kolping Jugendwohnen sind neben einem Bett und der Verpflegung folgende Angebote:

  • Unterstützung beim Lernen,
  • Freizeitangebote,
  • Vermittlung von sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Eigenverantwortung.

Weitere Informationen gibt es hier

Antwort:

Jede Kolpingjugend kann das Logo für die Herstellung verbandlicher Produkte nutzen, beliebt sind zum Beispiel T-Shirts, Tassen oder Schlüsselbänder. Bei der Verwendung des Kolpingjugend-Logos muss beachtet werden, dass es aus zwei Elementen besteht, nämlich dem Kolping-K und dem grafisch erstellten Schriftzug „Kolpingjugend“. Diese Kombination nennt sich Wort-Bild-Marke und darf in sich nicht verändert werden. Beide Elemente dürfen nur zusammen verwendet werden, um eine Verbindung zwischen Symbol und Verbandsnamen herzustellen. Die Verbandsebenen- und die Ortsbezeichnung sollte sich deutlich vom Schriftzug „Kolpingjugend“ unterscheiden und ist links auszurichten. Am besten ist hierfür eine klare und geradlinige Schrift geeignet, wie die Tahoma, die auch bei kleineren Formaten gut lesbar ist. Die Schriftgröße kann bis zur Breite des Gesamtlogos variiert werden. Farb-Variationen des Kolpingjugend-Logos findet Ihr auch hier.


International

Antwort:

In der Entwicklungszusammenarbeit von Kolping spielt nachhaltige Armutsbekämpfung unter dem Aspekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ eine wichtige Rolle. Doch Voraussetzung für die Finanzierung von Projekten ist der Aufbau von Selbsthilfegruppen, sprich Kolpingsfamilien und Kolpingverbänden. Es geht nicht nur darum, Menschen aus der Armut zu befreien, sondern durch den Aufbau von Verbänden in die Gesellschaft hinein zu wirken, für Gerechtigkeit einzutreten, Zivilgesellschaft aufzubauen und die Strukturen der Armut zu überwinden. Gut organisierte und lebendige Verbände können vor allem auf Nationalebene viel erreichen. Diese Dimension der Entwicklungszusammenarbeit findet man bei anderen Organisationen weniger.

Antwort:

Der Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes erinnert jedes Jahr an den Tag der Seligsprechung Adolph Kolpings am 27.Oktober 1991. Wie jedes Jahr steht dabei immer auch das Kolpingwerk eines Landes im Mittelpunkt. Im Jubiläumsjahr 2015 – anlässlich des 150. Todestag Adolph Kolpings – hatte das Kolpingwerk Deutschland den Weltgebetstag vorbereitet. Durch den Bundesfachausschuss „Kirche mitgestalten“ wurden dazu Texte zu den Worten Adolph Kolpings „Wer Mut zeigt, macht Mut“ erstellt, die als Anregungen und Denkanstöße für die Gestaltung dienten.

Antwort:

Die 1992 gegründete Internationale Adolph-Kolping-Stiftung ist ein Instrument des Internationalen Kolpingwerkes. Aufgabe der Stiftung ist die Förderung und Unterstützung des Internationalen Kolpingwerkes bei der Verwirklichung der verbandlichen Ziele. Der Gedanke Adolph Kolpings findet weltweit immer mehr Anhänger: In über 61 Ländern gibt es Kolpingsfamilien, etwa 400.000 Menschen leben als engagierte Christen im Geiste Adolph Kolpings. Durch die Stiftung werden Mittel für Seminare und Tagungen, Literatur und soziale Projekte bereitgestellt. Ziel der Stiftung ist die Förderung von Berufsbildungszentren, von Jugendaustausch und internationalen Begegnungen, Sozialprojekten, Führungskräfteschulungen und religiöser Bildung sowie der Aufbau neuer Nationalverbände. Die Stiftung ist inzwischen zu einem unverzichtbaren Finanzierungsinstrument des Internationalen Kolpingwerkes geworden. Der Stiftungsbeirat besteht aus vier bis sieben Mitgliedern. Mitglieder des Stiftungsbeirates sind Kraft ihres Amtes die jeweiligen Mitglieder des Generalpräsidiums des Internationalen Kolpingwerkes – soweit diese nicht dem Stiftungsvorstand angehören – sowie der Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland. Mit dem Erlös der bundesweiten Schuhaktion „Mein Schuh tut gut!“ unterstützt das Kolpingwerk Deutschland den Aufbau der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung.

Antwort:

Der Faire Handel als Wirtschaftsmodell ist eine Antwort auf die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit: durch Zahlung von Mindestpreisen und Mindestlöhnen, durch langfristige und direkte Handelsbeziehungen, durch Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards, durch Gestaltung von Gemeinschaftsprojekten und durch den Aufbau von demokratischen Entscheidungsprozessen. Kolping will diese Entwicklung fördern. Das Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland formuliert dies im Absatz „Wir bauen an der Einen Welt“ in den Sätzen 89 und 90 sehr deutlich. Welche Bedeutung dieser faire Handel für Kolpingmitglieder in Mexiko hat, formulierte Crisanto Perez Gomez, Mitglied der Kolping-Cooperative „J'amteletic“: „Durch das Tatico-Kaffee-Projekt haben wir unsere Menschenwürde und unsere Selbstachtung zurückerlangt. Wir fühlen uns jetzt als Teil einer internationalen Gemeinschaft und haben Zukunftspläne. Möge dieses Projekt lange fortbestehen!“

Antwort:

Das Internationale Kolpingwerk ist daran interessiert, die geplanten Projekte zügig zu finanzieren. Schließlich liegen, zumindest bei neuen Projekten, vor der Bitte um Spenden schon Monate der Planung, in denen das Projekt entwickelt, ausgearbeitet und auf Nachhaltigkeit geprüft wurde. Auf der anderen Seite kann nicht jede Spende einzeln überwiesen werden, das wäre zu teuer und in der Abwicklung zu aufwändig. Das Internationale Kolpingwerk überweist in der Regel einmal pro Quartal Geld in die Partnerländer. Projektkosten werden komplett oder – bei kostenintensiven Projekten – in größeren Teilbeträgen überwiesen. Danach wird das Geld im Partnerland von den Koordinatoren vor Ort an den Projektpartner weitergeleitet. In der Regel kann eine Spende innerhalb eines halben Jahres eingesetzt werden. Dann kann es losgehen, zum Beispiel mit einem Ziegenprojekt in Tansania.

Antwort:

Die Abkürzung SEK e.V. steht in Kolpingkreisen für den „Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e.V.“ in Köln, eine Einrichtung des Internationalen Kolpingwerkes. In über 60 Ländern wird materielle Hilfe durch konkrete Projekte in den Bereichen Berufsausbildung, Kleingewerbeförderung, ländliche Entwicklung, Gesundheitsdienste, Förderung von Kindern und Jugendlichen, Soforthilfe bei Naturkatastrophen usw. geleistet. Schwerpunkte sind dabei immer Selbsthilfe-Initiativen. Geplant und durchgeführt werden die Projekte von den örtlichen Kolpingsfamilien bzw. nationalen Verbänden. Neben den öffentlichen Zuschüssen (rund zwei Drittel) finanziert der SEK e.V. seine Arbeit durch Spenden von Einzelpersonen, Kolpingsfamilien und Diözesan- und Nationalverbänden.


Verschiedenes

Antwort:

Die Minoritenkirche mit dem Grab Adolph Kolpings und sein Geburtshaus in Kerpen sind die kulturellen Wurzeln unseres Verbandes. Aus ihnen schöpfen wir Kraft und Inspiration für unser Engagement im Kolpingwerk. Dieses Erbe, dieses wertvolle Gut in Ehren zu halten und bewahren, ist eine wichtige Aufgabe. Um die Wirkungsstätten Kolpings langfristig zu erhalten, wurde der Verein „Freunde und Förderer der Lebens- und Wirkungsstätten Adolph Kolpings e. V.“ ins Leben gerufen. Langfristig kann die Unterstützung unter anderem im Rahmen einer Mitgliedschaft im Verein erfolgen. Interessenten wenden sich bitte an das Internationale Kolpingwerk.

Antwort:

Die Stadt Kerpen hat im Jahr 2011 parteiübergreifend im Stadtrat beschlossen, sich den Namenszusatz „Kolpingstadt“ Kerpen zu geben. Die neue, alte Kolpingstadt hat damit ein großes Erbe angetreten. Sie dokumentiert für alle sichtbar: Kerpen fühlt sich in besonderer Weise der Person Adolph Kolpings und damit auch dem Kolpingwerk verbunden. Der Namenszusatz ist Ansporn und Verpflichtung, als Stadt im Sinne Adolph Kolpings zu handeln. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hatte im Oktober 2011 die Gemeinde- und Kreisordnung geändert. Seitdem sind amtliche Bezeichnungen erlaubt, die auf die Geschichte oder heutige Bedeutung hinweisen. Wären die Vorgaben nicht so eng auf die „Geschichte“ bezogen, hätte möglicherweise die Stadt Kerpen weniger ihre Verbindung zu Kolping hervorgehoben; aber der Vorschlag „Schumi-Stadt“, um sich mit dem Namen des rennfahrenden Kerpeners zu schmücken, stand in Kerpen nicht ernsthaft zur Debatte.

Antwort:

Wer dem Kolpingwerk in besonderer Weise verbunden ist, keine Kinder hat oder seine Familienangehörigen schon finanziell ausreichend abgesichert hat, möchte vielleicht sein Vermögen oder einen Teil davon dem Kolpingwerk vermachen. Eine solche Entscheidung wird steuerlich begünstigt, denn Erbschaften und Vermächtnisse an gemeinnützige Organisationen sind grundsätzlich steuerfrei. Das Vermögen kommt also in Gänze dem gemeinnützigen Zweck zugute. Wird Kolping als Erbe eingesetzt, so erbt Kolping mit allen Rechten und Pflichten. Wer keine Angehörigen hat, kann beispielsweise verfügen, dass sich Kolping als Erbe um die Grabpflege kümmert. Wird Kolping ein Vermächtnis hinterlassen, dann überlässt der Erbe dem Kolpingwerk das im Testament festgelegte Vermächtnis (Geldbetrag, Immobilie oder andere Wertgegenstände). Kolpingsfamilien können Erbschaftsvorträge organisieren, bei denen ein Fachanwalt für Erbrecht darüber informiert, was beim Verfassen eines Testamentes zu beachten ist. Weitere Informationen gibt es auch bei der Gemeinschaftsstiftung Kolpingwerk Deutschland.

Antwort:

Die gemeinnützigen Familienferienstätten sind in den 50er Jahren vor dem Hintergrund entstanden, Familien mit Kindern in einer gerade beginnenden pulsierenden Wirtschaft die Möglichkeit zu geben, preiswert und gut Urlaub machen zu können. Familienferienstätten zeichnen sich dadurch aus, dass bei den Urlaubsangeboten vor allem Erholung, Entspannung und Regeneration,aber auch Begegnung, Austausch und Bildung im Vordergrund stehen. In einigen Bundesländern gibt es finanzielle Unterstützung in Form von Zuschüssen, wenn bestimmte Einkommensgrenzen nicht erreicht werden. Von den rund 100 gemeinnützigen Familienferienstätten in Deutschland befinden sich allein neun in Trägerschaft des Kolpingwerkes. Die Kolping Familienferienstätten zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie Urlaub mit anderen Familien mit Kindern aktiv gestalten und hierbei kostenlose Kinder- und Jugendbetreuung durch geschultes Personal anbieten. Alle Familienferienstätten des Kolpingwerkes liegen mitten im Grünen, umgeben von Wäldern und Wiesen. Sie bieten Raum zur partnerschaftlichen, generationsübergreifenden Begegnung: Familiengerechte Zimmer, Appartments und Ferienhäuser, vielfältige Spielmöglichkeiten für kleine und große Kinder, eine abwechslungsreiche Küche mit regionalen Akzenten und vieles mehr. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

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Der 1999 gegründete und seit 2012 zertifizierte Entsorgungsfachbetrieb ist bis heute im alleinigen Besitz gemeinnütziger Gesellschafter. Damit nimmt er im deutschen Markt eine Alleinstellung ein. Das seit Beginn in Fulda beheimatete Unternehmen beliefert als international tätiges Unternehmen Sortierbetriebe im In- und Ausland und entsorgt derzeit Gebrauchttextilien und -schuhe aus Deutschland, Österreich und Slowenien. Dabei bietet es den Lieferanten (Sammlern) individuelle Dienstleistungen in der Entsorgungslogistik an. An knapp 50 verkehrsgünstig gelegenen Umladestationen erfasst es im gesamten Bundesgebiet auch Kleinstmengen und führt diese einer fachgerechten und umweltschonenden Verwertung zu.

Mittlerweile müssen alle gemeinnützigen Sammelgruppen flächendeckend ihre Aktivitäten der unteren Umweltbehörde anzeigen. Dies bedeutet besonders für die ehrenamtlich geführten Sammelgruppen einen hohen Verwaltungsaufwand. Die Kolping Recycling GmbH berät dabei und gibt zahlreiche Hilfestellungen bei den Anzeigeformalitäten. Zunehmend werden gemeinnützige Sammelgruppen auch mit straßenrechtlichen Vorgaben konfrontiert.

Kontakt: Kolping Recycling GmbH, Christian-Wirth-Straße 16, 36043 Fulda, Tel.: 0661 9019444 
www.kolping-textilrecycling.de