Netzwerk für Geflüchtete

Schnee, Schnee und noch mal Schnee

Ein Bericht zur Schulung am Berufskolleg in Wuppertal im Dezember 2017

Ein schöner Wintertag, der aber leider dazu führte, dass das Infomobil zuhause bleiben musste. Dafür gab es etwas mehr Zeit für die Schulungen mit den vier verschiedenen Klassen.

Die erste zu schulende Klasse hat anhand verschiedener Texte erarbeitet, welche Fluchtgründe es gibt. Die Klasse wurde dabei teilweise überrascht, dass nicht nur Krieg und Armut, sondern auch Naturkatastrophen und die Ausbeutung von Menschen in verschiedenen Ländern durch westliche Großkonzerne dazu führen, dass Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Dass Flucht ein Unterschied zur Migration darstellt und Menschen, die hier in Deutschland leben, aufgrund verschiedener rechtlichen Status ganz andere Rechte haben und teilweise nicht einmal arbeiten oder in einer normalen Mietwohnung leben können, wurde vielen Schülerinnen und Schülern erst durch ein Rollenspiel klar.

Empörung und ein starkes Gefühl von Ungerechtigkeit machte sich breit. Aber was kann man dagegen dagegen unternehmen? Den Schülerinnen und Schüler wurden Zusammenhänge klar: Durch das eigene Konsumverhalten trägt man dazu bei, dass Ausbeutung weiterhin auf der Tagesordnung steht und dass die Umwelt immer mehr darunter leidet. So könne auch jeder Einzelne dazu beitragen, dass sich etwas ändert.

Zum Beispiel gab es folgende Einsichten: „Ich werde nie wieder bei Primark kaufen, seitdem ich weiß, dass die Menschen dort ausgebeutet werden. Und man muss ja auch keine Coca Cola trinken, deren Produktion den Menschen in verschiedensten Ländern das Trinkwasser klaut.“

Dass ein Umdenken stattfinden muss, wurde allen bewusst. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich in allen Klassen sehr wissbegierig und diskussionsfreudig.

Es konnten viele Themen in der Kürze der Zeit nur angerissen werden, aber wenn dies dazu führt, dass sich einige weiter mit dem Thema beschäftigen, ist das Ziel erreicht worden.