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Flüchtlinge: 22 Kolpingsfamilien interessiert

Bildungsseminar der Thüringer Kolpingsfamilien zum Thema Flüchtlinge und Asylsuchende

Das brandaktuelle Thema "Flüchtlinge und Asylsuchende" stand im Zentrum des diesjährigen Bildungsseminars des Kolping-Diözesanverbandes Erfurt. Unter dem Leitwort "Mut zeigen, weil es um den Nächsten geht" diskutierten dabei am zweiten Januar-Wochenende die Vorstände der 22 Kolpingsfamilien des Bistums im Erfurter Bildungshaus St. Ursula persönliche Erfahrungen im Umgang mit andersartigen Fremden und ließen sich durch Expertenvorträge hierzu sensibilisieren.

So informierten zwei mit dem Thema besonders befasste Thüringer Kolpingmitglieder, der Ordnungsamtsleiter der Stadt Pößneck Andreas Blümel sowie das Mitglied der Diözesanleitung der Kolpingjugend Michael Kaiser, Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, über ihre praktische Arbeit mit und für Asylsuchende sowie Flüchtlinge. Die Referenten machten deutlich, dass sich die große Mehrheit der bei uns Schutzsuchenden wegen Krieg, Diskriminierung, Terror oder mangelnder Lebensperspektiven auf ihre oft lebensbedrohliche Flucht nach Deutschland begeben haben. Zwei zum Seminar eingeladene Flüchtlinge aus Eriträa, um die sich Mitglieder der Kolpingsfamilie Bad Blankenburg sowie der dortigen  Kirchgemeinde sehr nachhaltig bemühen, veranschaulichten mit ihren Fluchtschilderungen die ganze Dramatik der Situation.

Der Pößnecker Ordnungsamtsleiter Blümel stellte im Seminar dar, wie sich in seiner Stadt und dem ganzen Saale-Orla-Kreis ehren- und hauptamtliche Helfer mit Herz und Hand um die konkrete Bewältigung der Flüchtlingssituation bemühen und im guten Dialog mit den Bürgern bestehende Ängste und Vorurteile abbauen helfen.  

Diözesanvorsitzender Diakon Hans-Josef Kowarsch betonte am Ende des Seminares erfreut, dass sich im Kolping-DV Érfurt - ganz im Geiste des Sozialreformers Kolping - wohl alle örtlichen Kolpingsfamilien "als katholischer Sozialverband in einer besonderen Verantwortung für Flüchtlinge und Asylsuchende sehen und immer und überall für einen menschlichen Umgang mit ihnen eintreten".