Aus den Regionen

Wort und Tat statt Waffen und Tod

Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster ruft Kolpingsfamilien zur Positionierung und Aktionen auf

(DV Münster) Der menschenverachtende Terror in Paris hat alle Menschen zutiefst erschüttert. Das lässt auch die Kolpingmitglieder nicht ruhen. "Bei Zusammenkünften in unseren vielen Kolpingsfamilien im Bistum Münster wird für die Opfer und Angehörigen des islamistischen Terroranschlages auf die Redaktion des französischen Satiremagazins 'Charlie Hebdo' und den jüdischen Supermarkt gebetet", berichtet Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolpingwerkes Diözesanverband (DV) Münster. Er appelliert: "Im Namen Gottes darf nicht getötet werden. Christen, Juden und Muslime müssen sich gemeinsam für Verständigung, Frieden und Freiheit einsetzen." 
 
Dass auf Waffen und Tod eindrucksvoll mit Wort und Tat geantwortet werden könne, hätten die vielen Demos und Aktionen in Europa sowie am Dienstag die Mahnwache am Brandenburger Tor in Berlin deutlich gezeigt. Der Einladung der muslimischen und türkischen Verbände unter dem Motto "Zusammen stehen - Gesicht zeigen" waren die Spitzen der Bundesregierung, Bundespräsident Joachim Gauck und viele Religionsvertreter gefolgt. Auf dem Pariser Platz vor der französischen Botschaft versammelten sich dichtgedrängt die Menschen. 
 
Diözesanvorsitzender Harold Ries ruft alle Kolpingsfamilien im Kolpingwerk des Bistums Münster auf, sich zu solidarisieren. "Tut etwas für das friedliche Zusammenleben zwischen den Religionen bei euch zuhause in den Städten und Gemeinden!" Möglichkeiten gebe es viele: "Beteiligt oder initiiert lokale Proteste, zeigt Flagge, ladet Menschen anderer Glaubensgemeinschaften zu euren Veranstaltungen ein! Hört und lernt voneinander, denn wer sich kennen lernt, wird sich auch schätzen lernen!"
 
So helfe man mit, "dass die Grenzen in unseren Köpfen sich wie die 'Lichtergrenze' zum 25-jährigen Fall der Berliner Mauer auflöst", rufen die beiden Kolping-Verantwortlichen Uwe Slüter und Harold Ries zum aktiven Tun auf, zur Positionierung für Meinungs-, Religions- und Pressefreiheit.