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Katholikentag muss in Münster stattfinden

Kolpingwerk Diözesanverband Münster appelliert an den Stadtrat Münster, am 6. Mai Sachleistungen zu bewilligen

(DV Münster) Nach der Ratsentscheidung vom 25. März ist klar, die Stadt Münster zahlt keinen Barzuschuss für den Katholikentag 2018. Strittig sind Weg und Höhe einer möglichen Unterstützung mittels Sachleistungen durch die Stadt Münster. Hierüber hat an diesem Mittwoch (6.5.) der Stadtrat zu entscheiden.

"Unsere Kolpingmitglieder als Bürgerinnen und Bürger im weiten Einzugsbereich des Oberzentrums Münster erwarten, dass der Stadtrat den Katholikentag nachhaltig unterstützt." Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster, appelliert im Vorfeld der Ratssitzung an die Ratsvertreter aller Parteien, der Beschlussvorlage von Oberbürgermeister Markus Lewe "101. Deutscher Katholikentag vom 09. bis 13. Mai 2018 in Münster: Kommunale Unterstützung durch Sachleistungen / Sachleistungssurrogate" zuzustimmen. Der Beschlussvorschlag sieht die erforderliche Veranschlagung von Haushaltsmitteln bis zu einer Höhe von 982.000 Euro für den Haushaltsplan 2018 vor.

"Die Menschen bei Kolping wollen einfach, dass ein solches 'Leuchtturm-Ereignis' wie der Katholikentag in unserer Bischofsstadt Münster stattfinden kann", so Uwe Slüter. Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster mit seinen 41.000 Mitgliedern sichert seinerseits eine aktive Organisations- und Gestaltungsbeteiligung zu. 
So wie ein Katholikentag mit seiner Vielfalt an Themen auch bei Nicht-Katholiken stets bundesweit positive Beachtung finde, habe das Parteienscharmützel um den Münsteraner Katholikentag deutschlandweit für negative Schlagzeilen gesorgt. "Leidtragende der Debatte ist die christliche Kultur in Münster", ärgert sich Slüter. Nun gelte es, gemeinsam mit allen Institutionen, politischen wie kirchlichen, den Katholikentag in Münster auf den Weg zu bringen. "Die Verwaltungsvorlage des Oberbürgermeisters ist eine gute Kompromisslinie." 

Vorbehalte gegenüber der katholischen Kirche dürften bei einer Entscheidung, deren Nutzen für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung unstrittig sind, keine Rolle spielen, so das Kolpingwerk. Im Gegenteil: Ein Katholikentag in Münster biete die einmalige Chance, dass die Stadt Münster sich in Deutschland als tolerante, lebens- und glaubensfrohe Stadt präsentieren könne. 

Im Bild: Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster
Text: Rita Kleinschneider