Aus den Regionen

Herberge für Menschen in Not

(DV Münster) Vor weniger als zwei Wochen wurde mit der Profanierung der Kapelle die Kolping-Familienferienstätte "Regenbogenland" in Olpe endgültig geschlossen. Man stand neben anderen mit der Stadt Olpe in Kontakt, um eine dem Areal entsprechende Weiterverwendung zu gewährleisten. Dass sich aufgrund des akuten Zustromes von Flüchtlingen so unmittelbar die Ereignisse überschlagen, konnte keiner der Beteiligten ahnen. Per Ordnungsverfügung hat sich die Bezirksregierung Arnsberg als übergeordnete Behörde eingeschaltet. Das Regenbogenland muss ab sofort dem Land zur Unterbringung von Flüchtlingen übergeben werden.

Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster und auch Geschäftsführer der Ferienstätte, berichtet von den Ereignissen: "Am Mittwoch (11.2.) erreichte uns die Mitteilung der Bezirksregierung in Arnsberg, dass auf Grundlage des Ordnungsbehörden-Gesetzes unsere Familienferienstätte ab sofort dem Land zur Unterbringung von Flüchtlingen zu übergeben ist. Das Land will mit dieser Maßnahme drohende Obdachlosigkeit verhindern."

Der Rat der Stadt Olpe hat in der ebenfalls für den 11.2. turnusmäßig terminierten Ratssitzung mit großer Mehrheit den Beschluss gefasst, das Gebäude und Gelände der Kolping-Ferienstätte zu erwerben. Gespräche zum Kauf der Familienferienstätte mit der Stadtverwaltung fanden bereits zu einem früheren Zeitpunkt statt.
Uwe Slüter: "Ich freue mich, dass das Kolpingwerk dem Land NRW in dieser schwierigen Situation helfen und dass für die nächsten Wochen oder Monate unser Regenbogenland einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden kann."

Text: Rita Kleinschneider