Aus den Regionen

Berufsschüler fragen und Politiker antworten

Landrat und Bürgermeisterin diskutierten mit Berufsschülern

(DV München und Freising) Welche Maßnahmen ergreifen Sie, dass die Region Miesbach für junge Menschen weiterhin attraktiv bleibt? Wieso ist das Ausbildungsgehalt so niedrig? Wie sollen Auszubildende damit ein eigenständiges Leben führen? Wieso ist das Nahverkehrsnetz für junge Menschen im Landkreis so schlecht? Diesen und noch weiteren Fragen stellten sich Landrat Wolfgang Rzehak, Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Kreishandwerksmeister Martin Heimgreiter und Frau Wildemann-Dominguez von der Standort-Marketing Gesellschaft Miesbach mbH.

Über hundert Berufsschüler der unterschiedlichen Fachrichtungen am staatlichen Berufsschulzentrum nutzten die Möglichkeit, an diesem Tag ihre Fragen direkt an die jeweiligen Ansprechpartner zu stellen. Für die Berufsschüler war der Josefstag am 26. Februar an ihrer Schule eine gute Gelegenheit, direkt mit dem Landrat und der Bürgermeisterin von Miesbach ins Gespräch zu kommen und so einen ersten konkreten Kontakt "zur Politik" aufzubauen.

Frau Pongratz und Herr Rzehak antworteten auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler mit Interesse und Ehrlichkeit. Manche Anfragen, wie zum Beispiel der Wunsch nach einem besseren Nahverkehr in die Ost-West-Richtung, mussten sie mit dem Hinweis auf fehlende Finanzmittel offen lassen. Landrat Rzehak unterstützte die Jugendlichen in ihrer Forderung, dass die Lehrlingsgehälter steigen müssten. Zumal es im eigenen Interesse des Handwerks sei, motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte auszubilden und für die Mitarbeit im Betrieb zu binden.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des „Josefstags“ statt, den die katholische Kirche am 19. März feiert. In ganz Deutschland organisieren Einrichtungen der Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft anlässlich des Josefstags mehr als 40 Veranstaltungen. Die Öffentlichkeit soll auf die Bedeutung der Arbeit in der Jugendsozialarbeit mit Hilfe von bundesweiten Aktionen hingewiesen werden.

"Durch eine Veranstaltung wie diese werden junge Menschen ins politische Geschehen in ihrer Heimatregion direkt mit einbezogen. Wir leben in einer Demokratie, wo es wichtig ist, seine Meinung einzubringen. Die aktive Teilhabe am politischen Geschehen ist ein wichtiger Schritt hin zum Erwachsenwerden", sagte Brigitte Appelt, Leiterin der Kolping Bildungsagentur Miesbach und freute sich über die lebendige Diskussionsrunde.

Im Bild: Landrat Wolfgang Rzehak, Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Brigitte Appelt (Leiterin der Kolping Bildungsagentur), Kreishandwerksmeister Martin Heimgreiter, Ingrid Wildemann-Dominguez von der SMG Miesbach und Michael Reindl (Moderator und Jugendreferent bei der Kolpingjugend DV München und Freising).