Aus den Regionen

Wege in die Zukunft finden

Regionalforum in Berlin: Nachdenken über die Zukunft des Kolpingwerkes

Wie kann sich das Kolpingwerk Deutschland in Zukunft aufstellen – und welche Herausforderungen gibt es dabei? Diesen Fragen stellt sich der Verband in einem bundesweiten Zukunftsprozess. Eines von 20 Regionalforen fand am 28. April 2018 im Erzbistum Berlin statt. Rund 50 Kolpingmitglieder aus dem Diözesanverband Berlin und der Region Ost waren ins Spandauer Johannisstift gekommen.

Mit den bundesweit stattfindenden Regionalforen hat der 1850 gegründete Sozialverband ein interaktives Format entwickelt. Es ermöglicht allen interessierten Mitgliedern, im Rahmen eines vom Bundesvorstand angestoßenen Zukunftsprozesses zu Wort zu kommen. Die Veranstaltungen leiten dabei die zweite Phase des Erneuerungsprozesses „Kolping Upgrade ... unser Weg in die Zukunft“ ein, der bereits im vergangenen Jahr mit einer Mitgliederumfrage gestartet war.

Das Ziel des Regionalforums war es, im Austausch und in Diskussionen die Probleme herauszuarbeiten, denen sich das Kolpingwerk in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stellen muss. In Kleingruppen wurden die Stärken und Schwächen des Verbandes erarbeitet. So war man sich einig, dass Kolping eine tolle und generationenübergreifende Gemeinschaft bilde und vielfältigste Aktionen angeboten würden. Allerdings werde es immer schwieriger, die Überalterung der einzelnen Familien in den Griff zu bekommen, weil die Mitgliedergewinnung so schwer falle. Man müsse es erreichen, das eigene Image und die Verbandsstrukturen zu entstauben und auch in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen, so das Ergebnis der Teilnehmenden.

Die Auswertungen werden jetzt genau dokumentiert und fließen in das Zukunftsforum 2019 in Fulda ein. Dort sollen alle Ergebnisse aus Deutschland noch einmal besprochen und dann in konkrete Ideen und Vorschläge gegossen werden, wie Kolping fit für die Zukunft gemacht wird.

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Regionalforen dabei vor allem in einem Punkt: Auch wenn es Mut zu notwendigen Veränderungen braucht, wird das Kolpingwerk weiterhin Gesellschaft und Kirche aktiv mitgestalten. Der Zukunftsprozess wird gelingen, denn: „Kolping lebt!“