Bundesebene

Sozialpartnerschaft hat sich bewährt!

Das Kolpingwerk Deutschland würdigt die bewährte Sozialpartnerschaft und ruft zur Beteiligung an den Sozialwahlen auf.

 

Der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland hat am 13. Mai die Bedeutung der (paritätischen) Sozialpartnerschaft hervorgehoben und auf die aktuellen Bezüge zu den aktuell stattfindenden Sozialwahlen hingewiesen. Hier der Wortlaut der Erklärung:

Die soziale Selbstverwaltung, durch die die Bürger direkt an den Entscheidungen über ihre Angelegenheiten in der Sozialversicherung beteiligt sind, ist ein Erfolgsmodell. Hier wird das Subsidiaritätsprinzip der Christlichen Gesellschaftslehre konsequent umgesetzt. Die paritätische Sozialpartnerschaft – die gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmer wahrgenommene Verantwortung – hat sich bewährt. Sie ist Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung, ein starkes Stück gelebter Demokratie in unserem Land.

Leider ist in den letzten Jahren der Gestaltungsspielraum der Selbstverwaltung durch staatliche Eingriffe beschränkt worden. Die Einführung des staatlich festgelegten Beitragssatzes in der gesetzlichen Krankenversicherung ist ein Paradebeispiel für diese Tendenz. Es muss verhindert werden, dass durch fortschreitende – Eingriffe des Gesetzgebers in originäre Aufgaben der Selbstverwaltung die Akzeptanz der Beteiligung der Bürger an der Regelung ihrer Angelegenheiten verloren geht. Wer auch in Zukunft Selbstverwaltung will, muss sie stärken und nicht schwächen.

In diesen Tagen finden die Sozialwahlen 2017 statt. Dazu kandidieren die drei christlichen Sozialverbände – das Kolpingwerk Deutschland, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA) – gemeinsam unter den Slogan „Dreifach christlich. Einfach menschlich.“.

Die Kandidatinnen und Kandidaten aus den drei christlichen Sozialverbänden verfolgen das Anliegen, christliche Werte in die Entscheidungen der Sozialversicherungsträger einzubringen. Sie treten ein für die Solidarität der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken und der Leistungsstärkeren mit den Leistungsschwächeren. Als Christinnen und Christen haben wir Entscheidendes beizutragen, wenn es um die Mitgestaltung der sozialen Sicherungssysteme geht.

Der Bundesvorstand ruft erneut dazu auf sich an der Sozialwahl 2017 zu beteiligen. Nehmen Sie Ihr Recht wahr!

Wahlberechtigte, die bisher noch keine Unterlagen für die Sozialwahl 2017 erhalten haben, können diese jetzt anfordern. Dafür wenden sich die Betroffenen an Ihren Träger. Bis spätestens 31. Mai muss der rote Umschlag mit dem angekreuzten Stimmzettel wieder beim jeweiligen Sozialversicherungsträger eingehen. 

Jugendliche können bei der Sozialwahl mitbestimmen, wenn Sie am 1. Januar 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben.