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Neuer Fachreferent und neuer Referatsname

Seit dem 1. August ist Dr. Michael Hermes Fachreferent für Familie und generationenübergreifende Verbands- und Zielgruppenarbeit im Kolpingwerk Deutschland.

Wie können Kolpingsfamilien auch in Zukunft eine Erfahrungsgemeinschaft der Generationen bilden? Wie können Projekte und Angebote gezielt alle Generationen ansprechen und verbinden? Mit diesen und vielen anderen Fragen befasst sich Dr. Michael Hermes als Fachreferent für Familie und generationenübergreifende Verbands- und Zielgruppenarbeit (kurz: Familie und Generationen). Der Sozialpädagoge und promovierte Bildungs- und Familienforscher hat das Referat von seinem Vorgänger Michael Griffig übernommen, der im Frühjahr in den Ruhestand verabschiedet wurde. Zu dessen Zeit lag der Schwerpunkt des Referates noch im Bereich „Familie und Senioren“, jetzt rückt – ganz zeitgemäß – die generationenübergreifende Arbeit in den Fokus.

Denn wie lange findet ein Miteinander der Generationen noch statt? Die Zahl der Familien, die mit mehreren Generationen unter einem Dach leben, nimmt in Deutschland immer weiter ab; gemeinsam verbrachte Zeit wird in Familien rar. Im Bericht des Bundesvorstandes an die Bundesversammlung 2016 heißt es so auch: „Dadurch, dass absolut und relativ immer mehr Menschen – bei steigender Lebenserwartung – zur älteren Generation gehören, wird auch der Ruhestand länger andauern. Dies wird erhebliche Auswirkungen auf die Altersstruktur des Kolpingwerkes und somit auch auf unser Angebotsprofil und unsere Organisationsstruktur haben müssen.“

Bundessekretär Ulrich Vollmer stellt ergänzend dazu fest: „Mit der erfolgten neuen inhaltlichen Ausrichtung und Festsetzung der Fachreferentenstelle haben wir darauf reagiert!“

Gerade in Zeiten des Bundestagswahlkampfes werden gesellschaftliche und politische Themen diskutiert, die Fragen des Zusammenlebens verschiedener Generationen ansprechen. Ob „Familienwahlrecht“ oder wenn mit Blick auf die Rente von „Verteilungskämpfen“ zwischen „Alt und Jung“ die Rede ist: Die Interessen verschiedener Generationen werden nicht selten gegeneinander ausgespielt. Bei Kolping ist das Gegenteil der Fall: Von den Kids bis zu aktiven Mitgliedern in der Seniorenarbeit – nicht nur Angebote für einzelne Zielgruppen, sondern das Gemeinsame zeichnet Kolping aus.

So ist es Hermes besonders wichtig, alle Generationen im Blick zu haben. „Wenn wir uns beispielsweise mit dem Thema Kinderarmut beschäftigen, sollte gleichzeitig nicht die Situation von Alleinerziehenden oder das Thema der Altersarmut aus dem Blickfeld geraten. Gesellschaftlich relevante Fragestellungen gehen eben meistens alle etwas an und fordern auch uns als Verband insgesamt heraus“, so Hermes. Insbesondere betrifft das die Frage, welche Angebote – etwa der Kolpingsfamilien – welche Menschen erreichen, so dass ein „Miteinander der Generationen“ (Leitbild, 39) verwirklicht werden kann.

Hier geht es zum Referat.

Zur Person: Dr. Michael Hermes ist im Oldenburger Münsterland aufgewachsen. Als staatlich anerkannter Sozialpädagoge arbeitete er zunächst in der Erwachsenenbildung, bevor er an der Universität Osnabrück ein Masterstudium aufnahm. Im Jahr 2013 kam er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der die Katholische Hochschule Köln, um parallel an seiner Doktorarbeit im Bereich der qualitativen Bildungs- und Familienforschung zu arbeiten. Nach erfolgreicher Promotion an der Universität zu Köln freut er sich nun auf die vor ihm liegenden Aufgaben im Bundessekretariat des Kolpingwerkes.