Einzug der Banner in die Zisterzienser-Abteikirche

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Maria – Heil der Kranken

Im Rahmen der internationale Maiandacht des Kolpingwerkes Diözesanverband Speyer in Otterberg beteten 400 Gläubige am Muttertag im Geiste Mariens für den Frieden in der Welt und in Europa.

„Die tiefste Wurzel des Vertrauens darauf, dass Maria in den unterschiedlichsten Nöten und Bedürfnissen der Menschen nahe ist, liegt in ihrem Mutter-Sein“, sagte Bezirkspräses Pfarrer Jörg Stengel in seiner Predigt in der Zisterzienserabteikirche zu Otterberg. „Welche Mutter könnte es kalt lassen, wenn ihr Kind krank ist? Sie hat alles getan, um Trost zu schenken, um Schmerzen zu lindern, um Heilung zu fördern, um ihren Kindern in der Situation von Krankheit und Leid den Rücken frei zu halten von allem, was sie in dieser Zeit unnötig belasten könnte“, führte der Prediger weiter aus, der seine Gedanken unter das Leitwort „Maria – Heil der Kranken“ stellte

Zahlreiche Banner der Kolpingsfamilien zogen voran zum Altar, unter ihnen erstmals zwei Kolping-Kinderbanner, gefolgt von den Bannern der Europaunion, der Legio Mariae und den Frauen der Schönstattbewegung. Die polnische Gemeinde trug das Bild ihrer Muttergottes von Tschenstochau in den Altarraum, die portugiesische Gemeinde die mit Blumen geschmückte Statue der Madonna von Fátima.

Pfarrer Stengel erinnerte an die Fülle der seelischen Krankheiten. Es sei nicht mehr zu übersehen, dass unsere moderne Leistungsgesellschaft eine wachsende Zahl von Menschen seelisch überfordere, psychisch krankmache. Leistungs- und Konkurrenzdruck, Mobbing, Überstunden ohne Ausweg, etwa bei chronischem Personalmangel, überzogene Erwartungen würden Menschen derart aus der Kurve werfen, dass sie längere Zeit krank würden oder gar nicht mehr ihre ursprüngliche Tätigkeit aufnehmen könnten. Eine unbefangene Marienfrömmigkeit könne da sehr wertvoll sein, die Liebe der himmlischen Mutter zu spüren, ihren Trost, ihre Aufmerksamkeit.

Abschließend rief der Prediger die Gläubigen auf, der mütterlichen Fürsprache Mariens die Krankheit des Unfriedens in der Welt anzuvertrauen, die Krankheit der Herzenshärte und des Mangels an Vergebungsbereitschaft, die Unfähigkeit, Kompromisse zu schließen, auf deren Grundlage alle Menschen in Frieden und Sicherheit leben können. 

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