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Kultur macht stark plus

Ein Programm zur Förderung von jungen erwachsenen Flüchtlingen

Schon Ende März haben wir ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vorgestellt, durch das lokale Bündnisse unterstützt werden, die Kindern und Jugendlichen durch kulturelle und durch Medien gestützte Angebote Kompetenzen vermitteln, ihre Persönlichkeit stärken und sie ihre Selbstwirksamkeit erfahren lassen („Kultur macht stark“). In Ergänzung dazu gibt es ein weiteres Förderprogramm, das auf die Arbeit mit jungen erwachsenen Flüchtlingen fokussiert.

Viele Kolping-Gruppierungen und -Häuser haben Flüchtlinge und ihre Bedürfnisse im Blick – nicht nur, aber verstärkt seit 2015. Besonders junge geflüchtete Erwachsene wissen die Wartezeit bis zur Anerkennung, bis zur möglichen Berufstätigkeit nicht sinnvoll auszufüllen. Sie sind oft ohne Familie eingereist, haben keine Unterstützung, keine Orientierung. Um sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden, ist es wichtig, dass sie ihre eigene Persönlichkeit positiv erfahren und Medien- und Demokratiekompetenz entwickeln.

Im Projekt „Kultur macht stark plus“ sollen den Teilnehmenden niederschwellige lokale Angebote der kulturellen Bildung mit Hilfe von Kunst und Medieneinsatz gemacht werden. Die Ergebnisse sollen unter Nutzung von internetgestützten Medien präsentiert und reflektiert werden. Mit Hilfe dieser Förderung können lokale Projektvorhaben unter Beteiligung von mindestens drei Bündnispartnern (lokale Bündnisse; z.B. Kolpingsfamilie, Theatergruppe, katholische Kirchengemeinde oder auch Kolpingferienstätte, Kindergarten und Musikverein) mit Kultur- und Medienbezug für junge Erwachsene Flüchtlinge im Alter von 18 bis 26 Jahren finanziert werden. Unterschiedliche Maßnahmenumfänge sind möglich (dreistündige Dauer, Tagesveranstaltungen oder mehrtägige Seminare). Finanziert werden bis zu 100 Prozent der anerkennungsfähigen Kosten (Honorare, Verbrauchsmaterial, Unterkunft und Verpflegung, Verwaltungspauschale).

Zwei thematische Zugänge sind möglich:

  • Typ A „Gestaltende Kunst – Umwelt erschließen – sich selbst verorten“
    Junge volljährige Flüchtlinge erschließen sich ihre Umwelt: zum Beispiel Kennenlernen von Stadtvierteln, von regionalen Gegebenheiten wie Alltags- und Essgewohnheiten durch gemeinsames Tun. Die Reflexion über diese Erfahrungen kann in Form von anschließend selbst erstellten Bildern, Plastiken Fotos, Filmen etc. erfolgen.
  • Typ B „Darstellende Kunst/Filmkunst: Lebenslinien aufzeigen“
    Junge volljährige Flüchtlinge vermitteln ein Bild ihrer Lebenserfahrungen: Wir (er)finden Figuren und Geschichten, z.B. in einem Theater- Gesangs- oder Tanzworkshop mit Aufführung. Die Ergebnisse werden zudem mit Bild- und Videoaufnahmen festgehalten und veröffentlicht.

Eine Antragsstellung ist laufend möglich und wird über die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke, AKSB, abgewickelt. Stichtag ist jeweils der Monatserste. Wenn Sie einen Antrag stellen möchten, dann melden Sie bitte Ihre Interessensbekundung per E-Mail oder per Telefon an die AKSB, Frau Corinna Ockenfels, Tel. 0228 28929-45, E-Mail: ockenfels@aksb.de, damit man Ihnen die nötigen Unterlagen und weitere detaillierten Informationen zusenden kann. 

Nähere Informationen kann man vorab unter www.aksb.de oder www.kulturbotschaft-online.de erhalten.