Bundesebene

Kolping bei DHKT-Tagung in Hannover

Am Treffen der Arbeitnehmervizepräsiden des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) in Hannover nahmen 11 Vizepräsidenten aus den Reihen des Kolpingwerkes und Reinhard Ockel vom Bundesvorstand teil.

Ein Höhepunkt war der Auftritt des 92-jährigen Prof. Dr. Alfred Grosser, bekannter deutsch-französischer Publizist, Soziologe und Politikwissenschaftler. Grosser referierte zum Thema „Le Mensch – Die Ethik der Identitäten“. Er beleuchtete die aktuellen Probleme in der EU und ihre Hintergründe sowie die Entwicklung Europas nach dem 2. Weltkrieg. Eine gewagte Kernaussage Grossers war seine Feststellung: „Es wird keinen Brexit geben“. Großbritannien müsse zunächst rund 800 Abkommen zurücknehmen.

Weitere Themen waren das bedingungslosen Grundeinkommen mit kontroversen Sichtweisen von Prof. Dr. Sascha Liebermann, Professor für Soziologie an der Alanus Hochschule, Alfter, und Prof. Dr. Silke Bothfeld von der Hochschule Bremen sowie das soziale Ungleichgewicht in Deutschland. Dazu stellte der Leitende Redakteur der Süddeutschen Zeitung, Alexander Hagelüken, sein Buch „Das gespaltene Land“ vor. Dabei ging er auf die Entwicklung der Mittelschicht ein, deren Anteil seit der Wiedervereinigung auf unter 50% gesunken sei.

Im Bild: Prof Dr. Alfred Grosser (Bildmitte) im Kreis von Kolping-Arbeitnehmervizepräsidenten v. r. Markus Hasselbeck (HWK München), Franz Wieching (HWK Münster), Peter Becker (HWK Saarland), Karl-Heinz Reidenbach (HWK Düsseldorf), Stefan Cibis (HWK Oldenburg), ganz links Franz Greipl (HWK Niederbayern und Oberpfalz) sowie Klaus Feuler (Vorstand DHKT) und Reinhard Ockel vom Bundesvorstand.