Generalversammlung 2012

Klaudia Rudersdorf bei der Generalversammlung 2012

Bundesebene News

Fluchtursachen Ergebnis menschlichen Verhaltens

Der Bundesvorstand bringt das Thema Fluchtursachen in die bevorstehende Generalversammlung ein, die vom 24. bis 28. September in Lima/Peru tagt.

Nach Angaben der UN waren 2016 weltweit 65,6 Millionen Menschen aus unterschiedlichsten Gründen von Flucht und Vertreibung betroffen, 300.000 mehr als im Vorjahr. Zu den Fluchtursachen zählen Kriege und Konflikte aus religiösen, wirtschaftlichen und politischen Gru?nden. Auch Hungersnöte und Diskriminierung, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen, soziale Ausgrenzung und Vertreibung, Landraub, Elend und Ausbeutung sowie die Folgen des Klimawandels gehören dazu. In seiner Enzyklika "Laudato Si" bringt Papst Franziskus seine Sorge um unser "gemeinsames Haus“ – unsere Welt – zum Ausdruck und vermittelt in diesem Kontext eine tiefergehende Sicht auf die Ursachen von Flucht und Vertreibung. Das Kolpingwerk Deutschland sieht sich in der Verantwortung, dieses Thema aufzugreifen und bringt es mit einem Antrag in die Beratungen ein. Das wurde am vergangenen Wochenende in Köln beschlossen.

Fluchtursachen können nur mit langfristigen Strategien behoben werden. Entscheidend sei die Erkenntnis, dass die Menschheit für ihr Handeln selbst verantwortlich ist. Fluchtursachen seien nicht gottgegeben, sondern Ergebnis menschlichen Verhaltens und Handelns. „Damit trägt jeder eine Mitverantwortung für den Zustand der Welt.“