Franz Burzynski (93) bastelt Kolping-Lichtbögen und verschenkt sie zu Weihnachten an Fremde.

Der Lichtbogen wird in einem Holzkasten gut für den Transport und die Aufbewahrung verpackt.

Bundesebene News

Ein Beispiel für gute Weihnachtskultur

Ein 93-Jähriger verschenkt zu Weihnachten Kolping-Lichtbögen. Er will damit nicht nur überraschend Freude verbreiten, sondern auch Adolph Kolping ehren.

Weihnachten muss nicht wie ein Fest des Kommerzes wirken. Oft unauffällig gibt es auch unendlich viele Menschen, die die eigentliche Bedeutung des Festes unterstreichen und anderen Menschen eine Freude machen wollen, die überhaupt nicht damit rechnen oder von denen sie keine Gegenleistung erwarten. Ein Beispiel: Franz Burzynski aus Kerpen, der Geburtsstadt Adolph Kolpings.

Der Kolpingbruder ist passionerter Bastler. 30 Jahre lang leitete er ehrenamtlich Kinder und Jugendliche wöchentlich im Flugzeug-Modellbau in Kerpen an. Heute kann er stolz darauf sein, wenn ihm einige seiner früheren Schützlinge, die es inzwischen zu erfolgreichen Ingenieuren gebracht haben, berichten: „Franz, die Freude am präzisen Arbeiten haben wir bei Dir gelernt!“ Herbert Janser, langjähriger Vorsitzender der Kolpingsfamilie Kerpen, blickt gerne auf diese erfolgreiche Jugendarbeit zurück und unterstützt heute Franz Burzynski bei seinem Engagement als „Nikolaus“, wie es die Initiatoren nennen. Denn so werden die Überraschungsgäste angekündigt, wenn sie mal wieder unterwegs sind, um Freude mit einem Kolping-Lichtbogen zu bereiten.

Der Kolping-Lichtbogen wird mit der Laubsäge in Handarbeit hergestellt.Die Beleuchtung besteht aus Christbaumkerzen. In der Mitte ist das Kolpingdenkmal aufgezeichnet, ebenso das Geburts- und Sterbedatum des Verbandsgründers. Der Bogen kann mit Hilfe von Ständern so angebracht werden, dass er von beiden Seiten in einem Fenster gut sichtbar ist.

Franz Burzynski ist Mitbegründer der Kolpingsfamilie Kettwig und erlernte im Krieg ein Handwerk als Feinblechner. In der Kolpingsfamilie arbeitete er ehrenamtlich in der Vorführung von Filmen. Das bereitete den Boden für seine spätere berufliche Tätigkeit bei der Diözesan-Filmstelle im Erzbistum Köln. So wechselte er in den 70er Jahren seinen Wohnort vom Rand des Ruhrgebietes in die Kolpingstadt Kerpen. Seit 70 Jahren ist er glücklich verheiratet. Auch im Alter von 93 Jahren hört er nicht auf, anderen Menschen eine Freude zu machen. 20 Kolping-Lichtbögen hat er bereits mit der Hand gebastelt und verschenkt. Bislang nahezu unbemerkt…