Martin Rose (stellvertr. Landesvorsitzender des Kolpingwerkes Landesverband NRW), Karl Schiewerling (ehem. Landesvorsitzender), Reinlinde Steinhofer (Geschäftsführerin), Bernd Wiesel, Daniel Fissenewert, Dr. Stefan Nacke (MdL, Landesvorsitzender).

Blumen und ein herzliches Dankeschön für 40 Jahre Engagement in der sozialen Selbstverwaltung für Bernd Wiesel (li.). Dr. Stefan Nacke, MdL und Landesvorsitzender des Kolpingwerkes Landesverband Nordrhein-Westfalen, verabschiedet Bernd Wiesel in einer Feierstunde im Düsseldorfer Landtag.

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Bernd Wiesel verabschiedet

40 Jahre lang war Bernd Wiesel das Gesicht des Kolpingwerkes Landesverband Nordrhein-Westfalen (NRW) in der sozialen und wirtschaftlichen Selbstverwaltung.

Bei einer Feierstunde im Düsseldorfer Landtag übergab er nun sein Amt an seinen Nachfolger Daniel Fissenewert. Dr. Stefan Nacke, Landtagsabgeordneter und Landesvorsitzender des Kolpingwerkes NRW, begrüßte die Gäste im Fraktionssaal der CDU-Landtagsfraktion und betonte, wie wichtig das Engagement des Kolpingwerkes als christlicher Sozialverband für die Gesellschaft ist. Für drei Dinge, so Nacke, stehe die „Marke Kolping“: Für selbstverständliche christliche Religiosität, für eine handfeste Solidarität für die in die Gesellschaft zu integrierenden Menschen sowie für eine gemeinwohlorientierte Leistungsbereitschaft. Kolping, so Nacke weiter, sei ein verlässlicher Partner. Gerade die aktuelle politische Situation zeige, wie wichtig diese Verlässlichkeit für die Gesellschaft ist.

Die große Bedeutung der sozialen und wirtschaftlichen Selbstverwaltung betonte Nackes Vorgänger im Amt des Landesvorsitzenden bei Kolping, Karl Schiewerling (Nottuln). Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Diözesansekretär des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster beschrieb in seiner Laudatio die Entwicklung der Selbstverwaltung in Deutschland auf der Grundlage der katholischen Soziallehre und betonte den daraus entstandenen Geist der Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern als wertvollen Schatz. Bernd Wiesel lobte er als geradlinigen und engagierten Kämpfer für die Belange der Mandatsträger in den Gremien der Selbstverwaltung. Als Kolpinger durch und durch, geprägt von der katholischen Soziallehre, habe er stets die Auseinandersetzung in der Sache glaubhaft gesucht. „Hier hat eine große Aufgabe den richtigen Menschen gefunden, das nennt man einen Glücksfall. Für das, was Bernd Wiesel geleistet hat, ist das Kolpingwerk ihm zu großem Dank verpflichtet“, schloss Schiewerling seine Rede und gab Wiesel einen Wunsch für die Zukunft mit auf den Weg: „Behalte bei, von Herzen zu lachen und andere an dieser Freude teilhaben zu lassen“.

Bernd Wiesel (Dülmen) dankte in seiner Rede den Verantwortlichen sowohl bei Kolping als auch in den Handwerkskammern für die Unterstützung, das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit in seiner Tätigkeit, die ihm, wie er betonte, ein Herzensanliegen war. Er habe sich zur Aufgabe gemacht, was Verbandsgründer Adolph Kolping vorgelebt hat: Die Nöte der Zeit in den Blick zu nehmen und jungen Menschen dabei zu helfen, selbstständig zu werden und auch selbst Verantwortung zu übernehmen. Wichtig sei es dabei, „immer menschlich zu bleiben und den Menschen mit Respekt zu begegnen – auch wenn das nicht immer einfach ist“. Wenn einmal etwas nicht funktioniert wie gewünscht, müsse man manchmal aber auch deutlich seine Position vertreten, gab Wiesel seinem Nachfolger, Daniel Fissenewert, mit auf den Weg. Gleichzeitig wünschte er ihm Gottes Segen und Durchhaltevermögen für die neue Aufgabe.

„Ich trete in große Fußstapfen“, stellte Daniel Fissenewert (Coesfeld), Leiter des Kolping-Verbandssekretariates im Diözesanverband Münster, fest und dankte seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit. Er freue sich auf den Austausch und die neue Aufgabe, so Fissenewert. Wichtig sei ihm vor allem, junge Menschen zu unterstützen und den Wert der dualen Ausbildung in Deutschland zu betonen. Des Weiteren müsse es gelingen, die Digitalisierung auch im Handwerk voranzutreiben, dabei aber behutsam vorzugehen, um „alle mitzunehmen“. Die anwesenden Vertreter der Gremien lud er ein, mit ihm ins Gespräch zu kommen und gemeinsam neue Themenfelder in den Blick zu nehmen. Der an die Feierstunde anschließende Empfang bot dazu eine gute erste Gelegenheit.

Text und Fotos: Ludger Klingeberg