Erklärungen

Kolpingwerk fordert Finanztransaktionssteuer

Der Generalrat des Internationalen Kolpingwerkes hat sich für eine globale Finanztransaktionssteuer ausgesprochen.

Auf die Initiative des Kolpingwerkes Deutschland hat der Generalrat des Internationalen Kolpingwerkes bei seiner Tagung in Rom die Einführung einer Finanztransaktionssteuer gefordert. Dagmar Hoseas, im Bundesvorstand des katholischen Sozialverbandes zuständig für das Thema „Verantwortung für die Eine Welt“ freut sich, dass das Kolpingwerk auch auf der internationalen Ebene diese Forderung aufgenommen hat.

Die Nationalverbände im Internationalen Kolpingwerk werden sich nun auf den zuständigen politischen Ebenen ihrer Länder für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer einsetzen.„Die Nationalregierungen sind aufgefordert, Verhandlungen zu führen, um eine Finanztransaktionssteuer auf internationaler Ebene einzuführen. Sollte dies nicht möglich sein, fordert das Internationale Kolpingwerk die Regierungen auf, in einem ersten Schritt diese Steuer auf nationaler, kontinentaler oder bilateraler Ebene einzuführen“, erklärt Hoseas.

Die Finanztransaktionssteuer solle als globale Steuer dazu dienen, die Entwicklungszusammenarbeit und die Hilfe zum Aufbau internationaler Sozial- und Infrastrukturen unabhängig von der jeweiligen Haushaltslage der Geberländer zu machen. „Sie soll vor allem aber auch einen dämpfenden Effekt auf die Geschwindigkeit von Geld- und Wertpapiergeschäften haben, so dass hektische Reaktionen auf tatsächliche oder vermeintliche Krisen, die ganze Staaten an den Rand des Zusammenbruchs führen können, vermieden werden“, ergänzt Dagmar Hoseas.

Das Internationale Kolpingwerk ist gegenwärtig in mehr als 60 Ländern der Erde tätig. Ihm gehören etwa 500.000 Mitglieder an, mehr als 260.000 von ihnen in Deutschland.

 

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