Bundessekretär Ulrich Vollmer (rechts) ehrt Diözesanvorsitzenden Gerhard Alfranseder (links) mit dem diözesanen Ehrenzeichen des Kolpingwerkes. Im Hintergrund: Diözesanpräses Peter Meister.

Das Diözesanpräsidium vergibt den Adolph-Kolping-Preis 2017 an Marktl und Burghausen. Von links: Diözesan-Geschäftsführer Harald Binder, KF-Vorstand Manuel Sprüderer und Andreas Dorfner (Marktl), Diözesanvorsitzender Gerhard Alfranseder, KF-Vorsitzender Dr. Claus Heikenwälder (Burghausen) und Diözesanpräses Peter Meister.

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Passau: Auf dem Weg in die Zukunft

Im Diözesanverband mit dem jüngsten Altersdurchschnitt und dem höchsten Frauenanteil machten sich 100 Delegierte auf den Weg in die Zukunft.

Der Weg in die Zukunft beschäftigte die 100 Delegierten des Kolpingwerkes im Bistum Passau bei ihrer jährlichen Diözesanversammlung im Passauer Bildungshaus spectrumKirche. Bundessekretär Ulrich Vollmer aus Köln rief unter dem Motto „Kolping-Upgrade“ die Kolpingsfamilien auf, sich in einer wandelnden Gesellschaft den Veränderungsprozessen, wie er sich beispielsweise aus dem demografischen Wandel ergibt, zu stellen.

Der verbandliche Zukunftsprozess soll eng verknüpft mit dem diözesanen Erneuerungsprozess in den Kolpingsfamilien diskutiert werden. In fünf Arbeitsgruppen setzten sich die Delegierten mit Zukunftsfragen auseinander. Bildungsreferent Kurt Köhlnberger (Osterhofen) zeigte praktische Modelle auf, wie Kinder und Jugendliche bei Veranstaltungen erreicht werden. Wie es gelingt, die Kolpingjugend zu aktivieren und welche pädagogischen Elemente eingesetzt werden können, machte Jugendreferent Klaus Herrndobler (Passau) deutlich. Im Bistum stellen zwischenzeitlich die weiblichen Mitglieder mit 51 Prozent die Mehrheit. Seit 51 Jahren gibt es weibliche Mitglieder im ehemaligen Gesellenverein. Frauenreferentin Kathrin Langbauer (Obernzell) beleuchtete die Angebotspalette für Frauen und warb dafür, neben gemeinschaftlichen Veranstaltungen auch auf die speziellen Belange von Frauen einzugehen. Auch wenn Passau, so Seniorenreferent Rudi Krause (Burgkirchen/Alz), den niedrigsten Altersdurchschnitt im Bundesgebiet mit knapp 48 Jahren aufweist, so gilt es dennoch die älteren Mitglieder nicht aus dem Blickwinkel zu verlieren und diese Mitglieder, die das Fundament für die heutige Kolpingarbeit gelegt haben, wertzuschätzen und auf ihre Lebenserfahrungen zu bauen. Ausführlich beschäftigte sich Diözesanpräses Peter Meister in seinem Forum mit dem Christsein heute und wie die Kolpingsfamilie als glaubensbegleitende Gemeinschaft Akzente setzen und die Neuevangelisierung in der Kolpingarbeit vertiefen kann. 

Von Bundessekretär Ulrich Vollmer erhielt der Kolping-Diözesanvorsitzende Gerhard Alfranseder aus Marktl das diözesanen Ehrenzeichen des Kolpingwerkes. Vollmer schilderte in der Laudatio das seit mehr als 50 Jahren bestehende Kolpingwirken des Geehrten. Er gehörte mit 21 Jahren zu den jüngsten Vorsitzenden einer Kolpingsfamilie und prägte diese 35 Jahre lang bis 2009. Daneben war er von 1980 bis 1984 als Diözesanleiter der Kolpingjugend tätig und mit großen Engagement übt er seit 2009 das Amt des Diözesanvorsitzenden aus. 

Abgeschlossen wurde die Diözesanversammlung mit der Verleihung des Adolph-Kolping-Preises 2017 an die Kolpingsfamilie Burghausen und an die Kolpingsfamilie Marktl am Inn. Während die Kolpingsfamilie Marktl für ihre generationsübergreifende Arbeit mit 331 Mitgliedern in einer Pfarrei mit 1800 Katholiken geehrt wurde, zeichnete sich die Kolpingsfamilie Burghausen durch ihr vorbildliches pastorales Konzept zur Erstkommunion-Vorbereitung aus, welches sie seit 2012 in enger Abstimmung mit der Pfarrei durchführt.

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Fotos: Martin Wenninger