Die Delegierten der Kontinentalversammlung aus Deutschland: (v.l.) Reinhard Ockel, Thomas Dörflinger, Anna-Maria Högg, Klaudia Rudersdorf, Josef Holtkotte, Ulrich Vollmer und Andreas Stellmann.

Alle Delegierten beim Gruppenfoto.

Mitglieder des Kontinentalvorstandes.

Bundesebene News

Kontinentalversammlung tagte in Litauen

„Für welche Werte steht Europa?“ Bei der Kontinentalversammlung des Kolpingwerkes Europa vom 25. bis 27. Mai in Litauen bereiteten die Delegierten ein neues Selbstverständsnisdokument vor.

Delegierte aus 16 Nationalverbänden konnte die Europavorsitzende Margrit Unternährer zur Kontinentalversammlung begrüßen, die aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Kolpingwerkes Litauen in Kaunas stattfand. Der Studienteil stand unter der Fragestellung „Für welche Werte steht Europa?“

Die Referenten Karl Schiewerling, Vorsitzender Stiftung Christlich-Soziale Politik (CSP), und Stefan Lunte, COMECE, – ein Zusammenschluss der Europäischen Bischofskonferenzen – verwiesen auf die historische Entwicklung Europas und auf die Bedeutung des christlichen Menschenbildes. „Die Prinzipien der Personalität und Subsidiarität – grundgelegt in der Katholischen Soziallehre – sind maßgebend für ein freiheitliches und demokratisches Europa“, so Schiewerling. Politik müsse sich an Werten wie Friede und Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit orientieren und messen lassen. „Es braucht Verbände wie das Kolpingwerk, die immer wieder die politisch Verantwortlichen auf Widersprüche hinweisen“, so Lunte.

In vier Workshops diskutierten die Delegierten, wie diese Werte im Kolpingwerk gelebt und konkret umgesetzt werden können. Die Ergebnisse werden in die Erstellung eines Selbstverständnisses für das Kolpingwerk Europa – verstanden als ein programmatisches Dokument – einfließen.    

In einem Grußwort würdigte der Erzbischof von Kaunas, Lionginas Virbalas, das Wirken des Kolpingwerkes in Gesellschaft und Kirche und verwies u.a. auf die hohe Bedeutung der Universität, die sich in Trägerschaft des Kolpingwerkes Litauen befindet.    

Europapräses Josef Holtkotte griff in seiner Predigt in der Kathedrale von Kaunas ebenfalls den Gedanken des Erzbischofs von Kaunas auf und betonte die Gemeinschaft und das Miteinander im Kolpingwerk Europa. „Die Bereitschaft der Nationalverbände, sich in Verantwortung vor Gott als Christen für den Nächsten immer wieder einzusetzen, bleibt unsere Aufgabe“, so Holtkotte.

Generalsekretär Markus Demele berichtete von der Generalversammlung 2017 in Peru und stellte die Neufassung des Generalstatuts sowie das neue Selbstverständnis von Kolping International vor.

„Kolpingarbeit in Europa“, unter dieser Überschrift standen die Berichte aus den Nationalverbänden sowie der Kolpingjugend. Erneut wurde deutlich, wie vielfältig das engagierte Wirken des Kolpingwerkes in Gesellschaft und Kirche ist.

Durch Anna-Maria Högg, Bundesleiterin der Kolpingjugend, wurde das Jugend-Event „Sternenklar – Du baust die Zukunft!“ im September 2018 in Frankfurt vorgestellt. Erfreulich ist, dass auch Mitglieder der Kolpingjugend aus den europäischen Nationalverbänden teilnehmen werden.

An der Tagung, die in Kooperation mit der Konrad-Adenauer?Stiftung (Büro Litauen) durchgeführt wurde, nahmen die Mitglieder des Bundesvorstandes Thomas Dörflinger, Klaudia Rudersdorf, Anna-Maria Högg, Reinhard Ockel und Andreas Stellmann sowie Ulrich Vollmer – zugleich Europasekretär – teil. Die Kontinentalversammlung 2019 wird in Rom stattfinden.