v. l. n. r.: Klaus Schmitz, Christine Hagen, Frank Jelitto.

Aus den Regionen

Fachtag an der Kolping Akademie Augsburg

Es ist schon der zweite Fachtag zum Thema "Flucht", den die Kolping Akademie Augsburg durchgeführt hat.

Schwerpunktmäßig ging es bei dem Fachtag um die sich aus Politik und täglicher Arbeit ergebenden Möglichkeiten, aber auch um die Herausforderungen für die Arbeit der Kolping Akademie. Frank Jelitto, Geschäftsführer der Kolping Akademie, begrüßte 70 Teilnehmende aus allen 29 Standorten, die mit Geflüchteten arbeiten oder in ihrer Arbeit mit dem Thema in Berührung kommen. Ziele des Fluchttages waren, sich zu positionieren sowie Herausforderungen für die Arbeit zu identifizieren und praktisch in Angriff zu nehmen.

In Impulsvorträgen bereiteten Christine Hagen, Leiterin des Bereichs Soziales und Jugend des Landkreises Augsburg, Klaus Schmitz, Geschäftsführer des Jobcenters Augsburger Land und Frank Jelitto selbst die Teilnehmer auf intensive Diskussionsrunden am Nachmittag vor. 

Ein Problem, das alle drei Redner thematisieren, ist das des Wohnraums. Geflüchteten, die sich eine Wohnung suchen dürften, gelingt dies meist nichts. Das beeinträchtigt auch deren Leistung in Ausbildung oder Arbeit. Klaus Schmitz bemerkt im Rahmen seiner Arbeit eine Kluft zwischen geflüchteten Männern und geflüchteten Frauen. Oft sei es gerade den Frauen nicht möglich zu arbeiten, da ihnen kulturell die Aufgabe der Kinderbetreuung zukomme. Zwei Drittel der erwerbsfähig leistungsberechtigten Geflüchteten seien Männer. Gleichzeitig seien oft die mitgebrachten Bildungsgrundlagen zu gering. Rund ein Drittel werde darum schwer vermittelt.

Das Kolping-Bildungswerk in der Diözese Augsburg tritt seit 2014 unter der Marke "Die Kolping Akademie" auf und arbeitet intensiv mit Geflüchteten und Migranten.

Mehr zum Fluchttag der Kolping Akademie hier.