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Eine Wendeltreppe des Lebens

Stele erinnert in Schrobenhausen an Adolph Kolping

Bei einem feierlichen Gottesdienst wurde das neue Kolpingdenkmal der Kolpingsfamilie Schrobenhausen am 10. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bildhauer Karlheinz Torge hat die schlanke, zwei Meter hohe Stele mit sechs Bronzetafeln, die Szenen aus dem Leben des Gesellenvaters Adolph Kolping (1813-1865) zeigen, geschaffen. 

Torge platzierte die einzelnen Bronzetafeln an der Stele in Form einer stilisierten Wendeltreppe. „Das bewegte Leben Adolph Kolpings war ja auch alles andere als geradlinig. Das soll dieses Kunstwerk auch ausdrücken“, so die Vorstellung der Verantwortlichen. Viel mehr Bedeutung legten die Kolpingmitglieder jedoch auf den Aspekt, Adolph Kolping und sein Werk in der Öffentlichkeit darzustellen und das Wir-Gefühl zu stärken. Stadtpfarrer Josef Beyrer segnete nach dem Festgottesdienst die Stele, die zuvor von drei Ehrenmitgliedern enthüllt wurde. Zum festlichen Anlass waren nicht nur Bannerabordnungen aus dem Bezirk Altbayern/Paargau gekommen, sondern die Kolpingsfamilie hat auch ihre Standarte aus dem Stadtmuseum geholt, deren Bilder von Franz von Lenbachs stammen.

Der Anstoß für die Errichtung der Kolping-Stele kam 2016 vom Schrobenhausener Bildhauer Torge. Er hatte Bronzetafeln zum Leben Kolpings für eine andere Kolpingsfamilie geschaffen und den Schrobenhausenern einen Zweitguss angeboten. Eine fünfstellige Summe musste zur Finanzierung in den vergangenen beiden Jahren durch Spenden, Aktionen und Veranstaltungen erwirtschaftet werden. Mit dem neu angelegten Platz im Schatten der Vorstadtkirche St. Salvator unweit des Kolpinghauses wurde ein geeigneter Standort gefunden.

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