Erwachsene von links: Robert Prahl, stellv. Schulleiter, Manuel Hörmeyer, stellvertretender Bundesvorsitzender des Kolpingwerkes Deutschland, Klaus Reising, Diözesanvorstand, Dr. Christian Mazenik, Leiter der Bildungsabteilung Missio München, Samantha Ruppel, Kolping Netzwerk für Geflüchtete, Dr. Gregor Freiherr von Fürstenberg, Vizepräsident Missio Aachen, Ulrich Vollmer, Bundessekretär Kolpingwerk Deutschland, Konrad Bröckling, stellv. Vors. Kolping-Diözesanverband Paderborn, Heinrich Lammert, Vors. Kolpingsfamilie Lippstadt. Foto: Peter Körtling/missio.

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Alte Handys für einen guten Zweck

Das Kolpingwerk Deutschland und die katholischen Hilfswerke missio Aachen und missio München haben in Lippstadt ihre gemeinsame Handy-Spendenaktion gestartet.

„Als Kooperationspartner unterstützen wir die Aktion 'Alte Handys für einen guten Zweck' von missio. Sie ist wichtig und wertvoll, denn damit können wir gemeinsam auf die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen im Kongo aufmerksam machen, die viel mit unseren Handys zu tun haben“, erklärte Ulrich Vollmer, Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, in Lippstadt anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni.

Das Kolpingwerk hat im vergangenen Jahr mit der Veröffentlichung eines Positionspapiers die Bekämpfung von Fluchtursachen gefordert. Dazu sagte Ulrich Vollmer: „Wir gehen jetzt gemeinsam mit missio mit gutem Beispiel voran und handeln. Deshalb rufen wir alle Menschen, die an Nachhaltigkeit und der Vermeidung von Fluchtursachen interessiert sind, und hier besonders unsere Kolpingmitglieder, zum Mitmachen auf.“

Der Vizepräsident von missio in Aachen, Gregor von Fürstenberg, betonte den Zusammenhang zwischen sozial-pastoralen Friedensprojekten in Afrika und den Handlungsmöglichkeiten hier in Deutschland. „Mit der Handy-Sammelaktion kann jeder im Sinne der Bewahrung der Schöpfung etwas gegen Elektroschrott tun. Denn in Deutschland verstauben über 120 Millionen ausgemusterte Smartphones in den Schubladen“. Alleine der Wert der enthaltenen Rohstoffe liege bei über 250 Millionen Euro. Jedes abgegebene Handy, dass dem Recycling oder der Weiterverwendung zugeführt wird, schützt Ressourcen und Umwelt. „Darüber hinaus erhalten wir von unserem Recyclingpartner für jedes ausgemusterte Smartphone einen Beitrag für Hilfsprojekte im Kongo“, erklärte Gregor von Fürstenberg. Der Erlösanteil von Kolping wird dabei für die Bewusstseinsbildung zur Bekämpfung von Fluchtursachen verwendet.

„Papst Franziskus ruft uns in seiner Enzyklika „Laudato Si“ dazu auf, die Ressourcen auf der Welt gerecht zu verteilen“, betonte der Bildungsabteilungsleiter von missio München, Dr. Christian Mazenik. „Mit unserer Handy-Sammelaktion versuchen wir, einen bescheidenen Teil dazu beizutragen.“

Die Auftaktveranstaltung zur Kooperation zwischen Kolping und missio fand auf dem Gelände des Ostendorf Gymnasiums in Lippstadt statt. Dort hatten Schülerinnen und Schüler am Weltflüchtlingstag die Gelegenheit, sich in dem missio-Flucht-Truck und dem Infomobil des Kol­ping-Netz­wer­kes für Ge­flüch­te­te zu informieren. Bei der Gelegenheit übergaben Schüler bereits die ersten gesammelten Smartphones. Für die Handyspenden-Aktion gibt es bundesweit zahlreiche Annahmestellen. Weitere Informationen gibt es unter www.missio-hilft.de/kolping-handys

Dort finden sich auch Informationen zur der Verlosungsaktion im Rahmen der Handyspenden, bei denen ein faires Smartphone gewonnen werden kann.

Die Organisationen werden ihre Zusammenarbeit zum Thema Flucht und Migration weiterführen und ausweiten. missio Aachen und missio München informieren in zwei Flucht-Trucks bundesweit am Beispiel der Situation in der Demokratischen Republik Kongo über weltweite Fluchtursachen. Das Kolping-Netzwerk für Geflüchtete – eine gemeinsame Initiative des Kolpingwerkes Deutschland, des Verbandes der Kolpinghäuser sowie der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland – klärt mit seinem Infomobil bundesweit über die Situation Geflüchteter in Deutschland auf und zeigt Möglichkeiten der Integration auf. Bei größeren Veranstaltungen, wie z.B. dem vergangenen Katholikentag in Münster und „Sternenklar – Du baust die Zukunft!“, dem Event der Kolpingjugend vom 28. bis 30. September 2018 in Frankfurt am Main, verbinden Kolping und missio ihre Kampagnen und laden zum Besuch des Infomobils und des missio-Trucks ein. missio unterstützt darüber hinaus die auch in diesem Jahr wieder stattfindende bundesweite Schuhaktion des Kolpingwerkes Deutschland „Mein Schuh tut gut“ zugunsten der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung.

Medienberichte sind am 20. Juni ab 19.30 Uhr in der WDR-Lokalzeit Südwestfalen (Siegen) und in den regionalen WDR-Nachrichten zu erwarten, nebenso in der Lokalpresse. Weitere Informationen und Zugänge zu gespeicherten WDR-Berichten hier.