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Gründung neuer Familienkreis
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Die Ideen und Gedanken des Adolph K o l p i n g wurden  bereits im Jahre 1926 in Recke aufgegriffen. Zu dieser Zeit herrschte bei den Menschen Sorge um die  Zukunft, die Weltwirtschaftskrise nahm spürbar zu, der Wunsch nach Vereinigung Gleichgesinnter entstand.

So wurde auf Anregung des damaligen Kaplans Veltrup in Recke zunächst am 22. Juni 1926 eine Gesellenabteilung gegründet. Von diesem Tage an ist bereits eine Chronik vorhanden. Auf der Gründungsversammlung der Gesellenabteilung wurde Kaplan Veltrup Präses, Hugo Sand Senior, Otto Lettmann Schriftführer und Anton Bröskamp Kassierer. Von den damals anwesenden 34 Gesellen aus Recke und Steinbeck sind dem Verein in Recke bis 1976 noch treu geblieben: Georg Kreimeyer und Ludwig Rumöller.

Bereits im September 1926 konnte sich die Gesellenabteilung um 17 Handwerksmeister erweitern, die auf Wunsch als Ehrenmitglieder geführt wurden.

 

            

Schon nach 9 Monaten Vorbereitungszeit konnte schließlich am 13. Februar 1927 die offizielle Gründungsfeier eines Gesellenvereins (später Kolpingfamilie) Recke / Steinbeck stattfinden.

Die Ziele und Aufgaben des Vereins können der nachstehenden Urkunde entnommen werden:

 

Text der Urkunde:

Allen Kolpingbrüdern sei durch diesen Brief kundgetan, dass der kath. "Gesellenverein Recke", nachdem er um die Aufnahme in die Familie Adolph Kolpings nachgesucht hat, dem Bruderverband des Gesellenvaters mit allen Rechten und Pflichten eingegliedert worden ist. Es wird von dem Verein erwartet, dass er im jugendfrohen Geiste Adolph Kolpings nachstrebe. Dass Religion und Tugend, Arbeitsamkeit und Fleiß, dass Eintracht und Liebe, Frohsinn und Scherz in ihr stets eine Heimstätte haben und dass allen, die sich als  Kolpingsöhne satzungsgemäß ausweisen können, brüderliche Aufnahme, herzliche Freundschaft, geistige und leibliche Wohlfahrt finden werden.

Den Mitgliedern des Vereins sei stets heilig die Religion, worin die Sitte stehe hoch, die Ehre des Mannes und des Berufes. Überall sollen die Mitglieder als treue Kolpingsöhne einander die brüderliche Hand sich reichen, damit sich aufrichte, wer da niedergesunken und müßig weiterschwele, wer den rechten Weg betreten hat. Unter dem Schutze des Allerhöchsten und St. Josef gedeihe der Verein.

Köln, den 5. 10. 1926 Zentrale Köln


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