
2.
Aktionsgemeinschaft
Unsere
Kolpingsfamilie verstand sich von Beginn an als Bildungs- und
Aktionsgemeinschaft. Also nicht nur Bildung und Information, sondern auch
Diskussion und da raus, wenn erforderlich und möglich auch Aktion, um in vielen daraus
resultierenden Projekten vor Ort und weltweit, persönliche aber auch
finanzielle Unterstützung zu geben. Hilfe zur Selbsthilfe war dabei immer
unser Anliegen.
So
wurde 1967 eine große Missionsausstellung von unserer Kolpingsfamilie durchgeführt, die
das Ende des kirchlichen Kolonialismus und die neue Epoche der
Missionsgeschichte dokumentierte. Folge: Unsere Kolpingsfamilie übernahm die
Kosten für die Ausbildung eines jungen Inders zum Katecheten.
1971
befasste sich unsere Kolpingsfamilie mit der Situation behinderter Kinder.
Ergebnis daraus: die Gründung der "Aktion behindertes Kind".
Besonders bemühten wir uns um die Schüler der Behinderten Schule am
Bußmannsweg in Wattenscheid. Tatkräftige Hilfe beim Bau des Spielplatzes, nachmittägliche Betreuung der Kinder durch die Kolpingfrauen, Einladung
der Schüler mit ihren Eltern zu unseren Nikolausfeiern und Familienfesten
sowie jährlich, zur Weihnachtszeit, der Einkauf mit Kindern aus
sozialschwachen Familien dieser Schule. Diese Aktion wurde 1992 abgeschlossen. Für die Belange der behinderten
Kinder hat unsere
Kolpingsfamilie in dieser Zeit durch viele kleine und große Aktionen über DM
35.000, - bereitgestellt.

Kolpingfrauen bei der Bertreuung behinderter Kinder.

Unser Basar in Wattenscheid zu Gunsten unserer Aktion.
1975
beschäftigten wir uns mit dem Thema "Dritte
Welt - unsere Welt"? Resultat: Finanzierung der Ausbildung
von zwei Katechisten in Uganda. Kirchliche Entwicklungshilfe und Hilfe zur
Selbsthilfe wurden gefördert.
1992
war die Sozial- und
Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes sowie die Geschichte und soziale Lage in
Brasilien Thema eines Bildungswochenendes. Ergebnis dieses Wochenendes war unsere jetzt noch aktuelle
Aktion
"Solidarität
- konkret" mit der wir kleinbäuerliche und handwerkliche
Projekte im brasilianischen Bundesland Piaui fördern. Seither haben wir in
jedem Jahr ein Projekt finanzieren können. Der Gesamtförderbetrag liegt
jetzt bei €
23.206, - Auch in diesem Fall keine Sammlungen, sondern
immer wieder Aktionen zur Mittelbeschaffung wie z.B. Familienfeste,
Plätzchenverkauf auf dem Thorpemarkt oder unser jährliches Grünkohlessen in
der Fastenzeit.

Kolpingfrauen
beim Verkauf von Weihnachtsgebäck auf dem Thorpemarkt. Der Erlös fließt zu
100% in unsere Aktionskasse.

Bericht
im Kolpingblatt über unsere Aktion.
